Das Leben ist einfach,

Bild: Adam Jung – unsplash

,,,aber nicht immer leicht. Lebensglück hat meines Erachtens mit Visionen und Leidenschaften zu tun und damit, diese auch zu verwirklichen. Dazu brauchst Du die Fähigkeit, Hindernisse zu überwinden und in schwierigen Situationen innere Kräfte freizusetzen.

Wir alle lieben Überraschungen, aber wenn Dir die Überraschung nicht gefällt, dann nennst Du es ein Problem. Mit Problemen und Rückschlägen hat jeder Mensch zu kämpfen. Das ist normal und unvermeidbar. Entscheidend ist, wie Du mit Widerständen und Niederlagen umgehst, ob Du Dich entmutigen lässt und Deine Ziele aus den Augen verlierst – oder sie hartnäckig weiter verfolgst, auch wenn nicht alles auf Anhieb klappt.

Erfolgreiche Menschen erkennt man nicht alleine daran, wenn sie erfolgreich sind, sondern vor allem daran, wie sie mit Niederlagen und Problemen umgehen. Auch die Erfolgreichsten haben und hatten Probleme und Niederlagen – das nennt man Leben.

Ein Kleinkind, das gerade laufen lernt, steht ganz selbstverständlich wieder auf, wenn es hingefallen ist. Es möchte laufen lernen und lässt sich von diesem Ziel nicht abbringen. Als Erwachsene reagieren wir oft ganz anders. Wenn uns ein Hindernis den Weg versperrt, geben wir nur zu gerne auf und jammern über unser Schicksal. Oh, ich bin eine arme Sau, kann ja nichts dafür etc., anstatt aktiv nach Lösungen zu suchen.

Wer Verantwortung auf andere überträgt und Schuldzuweisungen macht, hat immer hervorragende Entschuldigungen für die eigene Situation. „Du lebst…“, um mit Tony Robbins Worten zu sprechen, „…das Leben, das Du tolerierst.“

Manche Stolpersteine werden uns zwar auch von aussen in den Weg gelegt, aber mir geht es im Rahmen des heutigen Artikels jedoch um jene Widerstände, die wir uns selbst schaffen. Nun, der einfachste Weg diesen hausgemachten Problemen und Widerständen aus dem Weg zu gehen, ist, keine Träume zu haben. Ohne Träume gibt es keine Visionen, ohne Visionen gibt es keine Leidenschaften,
ohne Leidenschaften gibt es keine Ziele und ohne Ziele gibt man auf, bevor man überhaupt begonnen hat.

Der Umgang mit Problemen

Wie mit Widerständen konstruktiv umgehen? Als erstes, und hier passt das Wort „muss“, muss das Ziel verinnerlicht sein. Du willst es wirklich erreichen, es anstreben, weil es Dir wichtig ist. Das gilt für den beruflichen wie auch den privaten Bereich. Dein Gedanke an die Vision wird Dir Kraft und Durchhaltevermögen anbieten, wenn Du es wirklich willst. Alles, was Du bisher im Leben wirklich erreichen wolltest, hast Du meist erreicht. Dann kannst Du die Widerstände bewerten: Du kannst einen Rückschlag als entmutigende Niederlage ansehen, aber ebenso gut als Möglichkeit, Deine Potentiale zu entfalten und Dich persönlich weiterzuentwickeln.

Dabei hilft die „Drei Schritte Strategie“: Zuerst akzeptieren, was geschehen ist. Es ist vergeudete Liebesmüh, sich Gedanken darüber zu machen, was hätte sein können. Dann fängt die Arbeit an. Sich mit dem Problem auseinandersetzen, zum Beispiel, „Wie könnte ich die Situation ändern?“. Konstruktive Fragen helfen hier, um Optionen zu finden – und da gibt es meistens mehr als eine. Im dritten Schritt handelst Du, und zwar jetzt gleich. Tue etwas, wenn auch noch so ein kleiner Schritt, der Dich Deiner Lösung näher bringt. Das hilft, um nicht zu verzweifeln und aktiv zu werden. Ruhe bewahren und erkennen, dass wir häufig über mehr Ressourcen verfügen, als wir „im Stress“ glauben. Jedes Problem hat eine Lösung, ansonsten ist es kein Problem, sondern ein Faktum.

Ein Widerstand ist ein Angebot des Lebens, unsere Persönlichkeit weiter zu entwickeln

Veränderungen ermöglichen

Neue Ziele und diese erreichen wollen, ist immer mit Veränderungen verbunden. Du kannst nur dann etwas Neues zustande bringen, wenn Du von alten Gewohnheiten und von einschränkenden Glaubenssätzen Abschied nimmst. Es bringt Freude, sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen, es nach den eigenen Wünschen zu planen und zu gestalten. Warum ist dies einfacher gesagt, als getan? Meistens, weil Veränderungen Unsicherheit und Ängste auslösen können: Wer Mut zu Neuem hat, kann auch scheitern. Gerne lassen wir uns deshalb oft nur auf Veränderungen ein, wenn wir uns sicher sind, dass die Vorteile überwiegen oder uns jemand von aussen die Pistole an den Kopf hält, auch als Leistungsdruck bekannt. Angst vor Erfolg und Angst vor Misserfolg kann lähmend wirken. Mut gehört dazu und wer sich wegen seiner Angst davon abhalten lässt, neue Wege –  seinen Weg – zu beschreiten, der handelt wie ein Elefant in Gefangenschaft: Hat er als Jungtier gelernt, dass die Eisenkette ihn am Baum gefesselt hält, versucht er nie wieder, sich zu befreien – selbst dann, wenn er längst kräftig genug ist, die Eisenkette zu zerreissen oder auch selbst dann, wenn er nur mit dünnen Stricken angebunden ist…

Veränderungen sind auch schwierig, weil wir tief in unserem Hirn hart verdrahtet sind. Antrainierte und tausendmal wiederholte Verhaltensweisen sind nur schwer abzulegen, aber wenn man ein paar Tricks kennt möglich. Wir haben alle eine allzu „menschliche Bequemlichkeitszone“ (MBZ), die wird nur sehr ungern verlassen. Unser Hirn hat die Aufgabe, dass wir überleben. Mit was immer wir gestern unternommen haben, haben wir, zumindest wenn Du diese Zeilen jetzt liest, gestern überlebt. Also, so denkt unser Hirn, warum was ändern – viel zu gefährlich! So, da hast Du jetzt diesen Vorsatz, Dein Hirn ist dagegen, Willensstärke reicht auch nicht und schon scheiterst Du an der Umsetzung. Warum? Weil, und das ist der Kardinalfehler beim Verhaltensändern, die Mehrheit der Menschen falsch vorgeht. Sie versuchen, rigorose Veränderung von einem Tag auf den anderen radikal umzusetzen. Da dies meist nicht funktioniert, fallen wir nach ein paar Tagen erleichtert in die MBZ zurück.

Jede Veränderung fällt Dir leichter, wenn Du so kleine Schritte wie möglich umsetzt und damit kleine Teilziele erreichst, ohne allzu grossen Aufwand zu betreiben. DR. BJ Fogg, ein Spezialist für Tiny Habits (kleine Gewohnheitsveränderungen, hier ein kostenfreies 5 Tages Programm, in Englisch, und hier mein Schweizer Freund, Paul, ein zertifizierter Coach für „Tiny Habits“ auf Deutsch) schlägt zum Beispiel vor: Wenn Du Deine Zähne flossen willst, dann flosse für 30 Tage einen Zahn, und dann zwei für weitere 30 Tage. Wirkliche Freude an der Veränderungsarbeit findest Du dann, wenn Du die neue Herausforderung bewältigen kannst und Dich dabei nicht überforderst. Rom wurde auch nicht an einem Tag gebaut. Jedes erreichte Zwischenziel löst Glücksgefühle aus und setzt Energien frei, den neuen Weg weiterzugehen. Diese Glücksgefühle gefallen unserem Hirn und helfen MBZ zu eliminieren. Die Japaner nennen das Kaizen (kai =Veränderung und Wandel, zen = zum Besseren).

Die Einstellung ändern

Was uns im Leben passiert, können wir nur bedingt beeinflussen. Manche äussere Umstände sind gegeben. Jeden Tag machen wir Erfahrungen und lernen Neues dazu. Dies bestimmt unsere Einstellung und Gedanken; die Gedanken leiten unser Handeln. Was wir ändern können, sind unsere Gedanken, braucht zwar etwas Übung, ist aber lernbar. Wenn wir unsere Gedanken beeinflussen können, können wir unsere Reaktion auf Ereignisse verändern. Wenn Du mit einem Problem konfrontierst wirst und überzeugt bist, dass es Dich überfordert, dann wirst Du es mit grosser Wahrscheinlichkeit tatsächlich nicht bewältigen können. Denkst Du jedoch konstruktiv und suchst aktiv nach Lösungen, dann stehen die Chancen besser, dass Du einen Ausweg findest und sich Dir eine Lösung präsentiert. Wer sich Problemen aktiv und selbstbewusst zuwendet, wird glücklicher leben als jemand, der klagt und sich als Opfer äusserer Umstände annimmt – und Opferlämmer werden ausserdem geschlachtet. Aktiv anstatt reaktiv, also nicht: „Ich bin zu alt, um noch etwas Neues anzufangen“, sondern „Meine Erfahrung gibt mir die besten Voraussetzungen, etwas Neues zu beginnen“.

Werde Dir klar, wo Du negativen Gedanken nachhängst und ersetze sie bewusst durch konstruktive Gedanken. Manche innere Gedanken sind wie ein Haus, das Du gebaut hast. Du fühlst Dich vielleicht nicht mehr so richtig wohl in diesem Haus, aber hast Angst, es könnte baufällig werden, wenn Du etwas veränderst. Du hast dieses Haus gebaut, deshalb kannst Du es immer nach Deinen Wünschen und Bedürfnissen umbauen. Neue Gedanken lassen alte, spinnenverwobene Einstellungen verschwinden und öffnen die Tür zu positiven Veränderungen im Leben.

Bei Problemen gilt es, sich auf die Lösungen zu konzentrieren. Problemdenken führt zu Problemen, Lösungsdenken führt zu Lösungen. Zwei Schuhhersteller schickten zwei Verkäufer nach Afrika. Der eine meldete: „Kein Markt hier, niemand trägt Schuhe!“. Der andere kabelte: „Super Markt, noch keiner hat Schuhe!“

Vereinfachte Ebenen des Denkens

Die schwächste Ebene ist die Ebene des Destruktivismus, des Zerstörens. Schon als Kind im Sandkasten erlebt man den Unterschied zwischen schöpferischen, konstruktiven und heimtückischen, destruktiven Menschen. Es gibt immer Kinder, die Sandburgen bauen, und jene, die in diese hineinspringen, sobald der Erbauer sich abwendet. Menschen, die destruktive Gedanken hegen und pflegen sind jene, die bei Problemen immer den anderen die Schuld zuschieben. Auf der Ebene der Erhaltung befinden sich jene Menschen, die Veränderung nicht umarmen, sondern in ihrem Leben auf Dauer alles so bewahren möchten, wie es ist. Das ist für manche Lebensbereiche recht sinnvoll, taugt in meiner Welt als Coach jedoch nicht als allgemeingültiges Lebenskonzept, weil Veränderungen damit blockiert werden – und leben heisst verändern. Andere denken auf der Ebene des Schaffens. Wenn diese mit einem Problem konfrontiert werden, lassen sie sich nicht lähmen, sondern suchen aktiv nach Lösungsansätzen, fragen sich, wer denn eigentlich das Problem hat, denken konstruktiv und schaffen Lösungen. Auf welcher Ebene Du Dich bewegst, liegt bei Dir, ist Deine Entscheidung. Denkweise können jederzeit gewechselt werden.

Konzentration

Wenn man ein Ziel hat, das man wirklich erreichen will, dann braucht es Konzentration. Sich seiner Ziele bewusst sein und sich darauf zuzubewegen führt zum Ziel. Lass‘ alles los, was nicht wichtig ist. Denn, wenn Du zu viel auf einmal machen willst, verzettelst Du Dich und am Ende kommt nichts dabei heraus.

Du kannst in jedem Augenblick frei wählen, wie Du auf ein Ereignis, eine Situation oder einen Menschen regieren möchtest. Nimm Dir diese Freiheit und geniesse sie!

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