Die ultimative Antwort?

Photo by Erik-Jan Leusink on Unsplash

42.

Deep Thought ist der leistungsfähigste Computer aller Zeiten. Er ist so leistungsfähig, dass er zum Zeitvertreib über die Vektoren sämtlicher Teilchen des Urknalls meditiert. 42 war seine errechnete Antwort auf die Frage aller Fragen, nämlich die, „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.“

Aus Douglas Adams, Per Anhalter durch die Galaxis

Auf die Frage, wie Douglas auf die Zahl 42 kam, antwortete er:

„Die Antwort ist ganz einfach. Es war ein Scherz. Es musste eine Zahl sein, eine ganz gewöhnliche, eher kleine Zahl, und ich nahm diese. Binäre Darstellungen, Basis 13, tibetische Mönche, das ist totaler Unsinn. Ich sass an meinem Schreibtisch, starrte in den Garten hinaus und dachte: „42 passt“. Ich tippte es hin. Das ist alles.“

Wir suchen nach Antworten. Es ist unser Instinkt. In Wahrheit sind es allerdings die Fragen, welche die Grundlage für unser Lernen sind. Die Qualität der Fragen bestimmt die Qualität der Antworten. Nach der Antwort 42 erklärte Deep Thought:

„Ich denke das Problem, um ganz ehrlich zu sein, ist, dass du nie wirklich gewusst hast, wie die Frage als konkrete Frage zu formulieren ist.“

Wir lernen mehr aus den Fragen, die wir stellen, auch wenn es rhetorische Fragen sind – die, so scheint es, keine Antworten zur Verfügung stellen und uns gerade damit fordern. „Wer denkst du, dass du bist?“ „Was bedeutet dies alles?“ „Warum?“

Die richtige Frage, am richtigen Platz und zur richtigen Zeit kann unseren Lebensweg verändern, kann grossen Fragezeichen eine Antwort geben und heilsame Wirkung haben. Für jede Frage gibt es die bestimmte, passende Situation. Dann gibt es Fragen, die es wert sind, immer wieder gestellt zu werden, manche gar mehrmals täglich.

5 Fragen von Philosophen und Denkern habe ich ausgewählt. Nicht, dass ich Antworten hätte, aber ich glaube, die Fragen machen Sinn, wenn Sie ihnen erlauben, Sie in Ihrer Denkweise zu fordern. Wenn Sie zulassen, sich zu vertiefen in den Fragen. Wenn Sie die Antworten für sich entwickeln.

Mit wem und was verbringe ich meine Zeit?

Sage mir, mit wem du umgehst, so sage ich dir, wer du bist;
weiss ich, womit du dich beschäftigst, so weiss, was aus dir werden kann.

Johann Wolfgang von Goethe

Wen wir kennen und was wir tun, beeinflusst unser Leben und ist, mehr als alles andere, der wesentliche Faktor des „Wer-wir-sind“. Was immer wir tun, bringt uns in Kontakt mit Menschen, und diese Menschen haben Einfluss auf uns.

Denken Sie an Ihre Freunde und Kollegen: Werden Sie durch sie inspiriert, bestätigt oder kosten sie nur Energie? Wir scheinen zu verstehen, dass aufwachsende Kinder, die von Kindern umgeben sind, welche an nichts interessiert sind, lernen, kein Interesse zu haben. Was wir weniger verstehen ist, dass wenn ein Erwachsener sich mit Menschen umgibt, die bescheidene Jobs akzeptieren oder unglücklich über alles sind, dies auf ihn abfärbt und zu ähnlichen Entscheidungen führt.

Das gleiche gilt für was Sie lesen, welche Fernsehprogramme Sie schauen, über was Sie nachdenken und mit was Sie sich beschäftigen. Benjamin Hardy nennt dies den „Proximity-Effekt“ im Leben.

Unterliegt es meiner Kontrolle?

Epictetus sieht die Hauptaufgabe eines jeden Philosophen (und das wir sind alle, wenn wir wollen) in der Aufgabe, fähig zu unterscheiden zwischen dem, was wir kontrollieren (unter Kontrolle haben) und was wir nicht kontrollieren können. Wir verschwenden Unmenge von Zeit, indem wir uns mit Dingen beschäftigen, die ausserhalb unseres Einflusses liegen: „So ärgerlich, jetzt regnet es schon die ganze Woche.“

Unsere Aktivitäten, unsere Gedanken und unsere Gefühle sind unsere Sache. Andere Menschen (Trump), das Wetter und externe Entwicklungen sind es nicht. Was in unserer Kontrolle liegt, ist, wie wir mit anderen Menschen, dem Wetter und externen Entwicklungen umgehen. Diese Unterscheidung macht das Leben einfacher, uns stärker und erfolgreicher, wenn wir unsere Kräfte auf jenes fokussieren, was wir beeinflussen können. (…mehr über die Stoiker)

Sein oder tun?

John Boyd, einer der grossen Strategen des letzten Jahrhunderts (z.B. OODA-Loop), fragte seine neuangekommen Rekruten (Fighter-Pilots): „To be or to do?“

Das meint, willst du dich in das Image, wie Erfolg aussieht verlieben oder geht es dir um mehr. Sich auseinander setzen mit seinem Titel, Anzahl der Fans, Bankkonto oder lieber etwas Greifbares schaffen? Es gibt die Macher und jene, die machen vorgeben.

Was ist das Wichtigste?

Wenn Sie nicht wissen, was das Wichtigste ist, wie wissen Sie dann, das es an erster Stelle steht? Woher wissen Sie, dass Sie die richtigen Schritte unternehmen um etwas zu erreichen? Vielleicht ist es die Familie? Ok! Das bedeutet der eigene Erfolg wird gemessen an Familienwerten und das Vergleichen mit Menschen, die andere Prioritäten haben, ist unsinnig. Vielleicht ist Geld das Wichtigste für Sie. Auch völlig in Ordnung. „Es erkennen, wissen und dann besitzen“, sagt Michael Lewis ist der Schritt 1 – gefolgt von dem Wissen, dass wir uns selbst am einfachsten anlügen.

Nur wenn man weiss, was das Wichtigste ist, kann man Nein sagen zu den Dingen, die unwichtig sind oder nicht existieren. Nur dann kann man das stille Selbstbewusstsein entwickeln, welches Seneca „euthymia“, den „Glauben auf dem richtigen Weg zu sein und sich nicht durch die vielen Wege, die von hoffnungslos verlorenen Menschen angeboten werden, verführen zu lassen“.

Was ist der Sinn des Lebens?

Die letzte Frage – nein, da gibt es noch viele mehr, aber Viktor Frankl setzte sich mit der Frage auseinander. Auch er hatte so seine Probleme mit der Frage und kam mit einer sehr einfachen Antwort. Nein, nicht 42, sondern:

„Es besteht ein Problem darin, wie die Frage gestellt wird. Es geht nicht darum, die Frage der Welt zu stellen, sondern, dass wir die Frage mit den Handlungen und Entscheidungen, die wir treffen, beantworten. Dass wir Sinn in unseren Entscheidungen und unseren Überzeugungen schaffen.“

Ich denke, wir können in unserem Verhalten, in unserem Leben, Sinn entwickeln –  dies für uns tun und damit unser Bestes geben, wenn wir uns erlauben, uns selbst mit den obigen fünf Fragen zu fordern.

„Habe ich heute mein Bestes gegeben, um…“

 

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