Drückebergerei I

„Verschiebe nichts auf morgen, was du ebenso gut auf übermorgen verschieben kannst!

Dieser humorvolle Spruch von Mark Twain beschreibt das Phänomen der Prokrastination treffend. Aber Spaß beiseite: Wir alle kennen das Problem des Aufschiebens von Aufgaben und den daraus resultierenden Stress.

Wer kennt das nicht? Der Termin für die Präsentation steht fest, der Kurs „Besser Zuhören – Besser Überzeugen“ wurde noch nicht gekauft, die Garage ist unaufgeräumt und das Buch wartet darauf, gelesen zu werden.

Warum prokrastinieren wir?

Es gibt zwei Dinge im Leben, die uns antreiben: Lust und Schmerz. Wir tun gerne Dinge, die uns Freude bereiten, und vermeiden Dinge, die uns unangenehm sind.

Prokrastination, das Aufschieben von Aufgaben, die uns Schmerzen bereiten könnten, ist oft eine Folge von Angst.

Diese Angst, sei es vor Versagen, vor Erfolg, vor Informationsmangel, vor Zeitverlust oder davor, etwas zu verpassen, führt dazu, dass wir unangenehme Aufgaben lieber vermeiden.

Das Gehirn und die Angst

Unser Gehirn reagiert auf potenzielle Bedrohungen, als wären sie lebensbedrohlich, wie einst der Säbelzahntiger.

Diese Reaktion aktiviert den Kampf-oder-Fluchtmodus.

So fühlen wir uns gestresst und unruhig, auch wenn es sich nur um eine Aufgabe wie das Erstellen einer Präsentation handelt.

Aufschieben hat Folgen

Prokrastination kann schwerwiegende Folgen haben:

Es kostet Geld durch verspätete Zahlungen, schadet unserer Karriere und belastet unsere Beziehungen. Viele Menschen suchen deshalb Hilfe, um ihre Aufschieberitis zu überwinden. Mehr als 20 % gefährden ihre Karriere, ihre Gesundheit und ihre Beziehungen durch ständiges Aufschieben.

Was können wir tun?

Einige gängige Lösungen wie mehr Willenskraft oder positives Denken helfen oft nicht.

Willenskraft ist begrenzt und positives Denken kann den Widerstand erhöhen.

Der „Schneeballeffekt“ des Aufschiebens führt zu immer mehr unerledigten Aufgaben und mehr Stress.

Lösungsansätze

Gibt es morgen im Teil II

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