Drückebergerei II

Es sind die erledigten Arbeiten, die angenehm sind.

Cicero

Dies ist der 2. Teil über Aufschieberitis. Den ersten Teil findest du hier. Prokrastination ist eine Herausforderung, die viele Bereiche unseres Lebens betrifft:

Privat:

Kühlschrank reinigen

Garage aufräumen

Rechnungen öffnen

Konflikte lösen

Gartenarbeit

Zimmer streichen

Auto warten

Geburtstage vergessen

Gesundheit

Abnehmen

Mehr Sport treiben

Schmerzen ignorieren

Weiterbildung

Mit Meditation oder Yoga beginnen

Stress am Arbeitsplatz

Alkoholkonsum

Karriere

Büroorganisation

Unangenehme Telefongespräche

Dankesnotizen schreiben

Website überarbeiten

Strategische Planung

Messekontakte nachbereiten

Steuererklärung

Aufschieberitis kann viele Bereiche betreffen. Es geht darum, sich Zeit zu nehmen, statt immer nur Ausreden zu finden. Was es braucht:

Selbsteinschätzung

Um die Kosten des Aufschiebens einschätzen zu können, ist eine Bestandsaufnahme notwendig. Analysiere objektiv, in welchen Bereichen du prokrastinierst und was das für dich bedeutet.

Es geht darum, sich selbst bewusst zu werden. Aufschieben ist ein Lösungsansatz, der aber oft Folgen hat, die zumindest fragwürdig sind.

Sei dir bewusst, dass du aufschiebst.

Oder anders gesagt: Sei achtsam dabei. Im Grunde ist Achtsamkeit eine Frage der Einstellung.

Manchmal sind es mangelnde Motivation, Angst vor Versagen oder Scheitern oder Perfektionismus. Identifiziere deine persönlichen Gründe für das ewige Aufschieben und reflektiere, warum du dich verzettelst und Dinge immer erst in letzter Minute erledigst.

Prioritäten setzen

Konzentriere dich zuerst auf die wichtigen Aufgaben. Wozu sagst du im Moment „Nein“?

Um Dinge einfach und effizient erledigen zu können, ist Klarheit das A und O. Setze dir deshalb klare und realistische Ziele für deine Aufgaben.

Durch das Setzen von Zielen bist du fokussierter und motivierter, diese zu erreichen.

Zeitmanagement

Teile deine Zeit in Blöcke ein und arbeite in festen Zeitfenstern (z.B. Pomodoro-Technik). Setze dir klare Deadlines und halte sie ein.

Wenn es nicht geht, setze dir einen Timer für 10 Minuten und bleibe dabei. Du kannst nach 10 Minuten aufhören oder weitermachen.

To-Do-Listen

Erstelle tägliche und wöchentliche To-Do-Listen.

Was muss wirklich erledigt werden?

Notiere konkrete, kleine Aufgaben und streiche Erledigtes ab, um ein Gefühl des Fortschritts zu bekommen.

Umgebung optimieren

Schaffe ein produktives Arbeitsumfeld. Entferne Ablenkungen und sorge für Ordnung. Ein aufgeräumter Arbeitsplatz erleichtert die Konzentration.

Belohnungssystem

Belohne dich für erledigte Aufgaben. Setze dir kleine Anreize, um motiviert zu bleiben. Eine Pause, ein Spaziergang oder etwas Süßes können Wunder wirken.

Suche Unterstützung

Sprich mit jemandem, dem du vertraust, über deine Ziele und Fortschritte. Ein Verantwortungspartner kann dir helfen, motiviert zu bleiben und Verantwortung zu übernehmen.

Hinterfrage negative Gedanken

Hinterfrage negative Gedanken und Befürchtungen. Oft sind die befürchteten Konsequenzen nicht so schlimm wie gedacht. Sei realistisch und positiv.

Selbstfürsorge

Achte auf deine Gesundheit. Ausreichend Schlaf, gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung sind wichtig für deine Leistungsfähigkeit und dein Wohlbefinden.

Schlussfolgerung

Um Aufschieberitis erfolgreich zu überwinden, willst du zunächst das Problem erkennen und es in kleinen, machbaren Schritten angehen.

Setze deine Ziele niedrig, um Erfolg zu garantieren, denn Erfolg bringt Freude.

 

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