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Hamlet lag falsch

Dieses Jahr war und ist für den einen oder anderen eine emotionale Achterbahnfahrt.

Natürlich kann die Vorstellung, dass vieles im Leben nicht in unseren Händen liegt und wir somit keine Kontrolle haben, erschreckend sein. Tief drinnen sind unsere Gehirne jedoch fest verdrahtet für die Sehnsucht nach Sicherheit. Aber wenn wir etwas gelernt haben, seit COVID auf der Bildfläche erschienen ist, dann ist es, dass wir keine Ahnung haben, was morgen kommt, also könnten wir uns genauso gut dem widmen, was wir heute tun wollen und können

Externe Ereignisse, wie z.B. wer die Präsidentschaft gewinnt oder welcher Lockdown und welche weiteren Einschränkungen in unserer Autonomie auf uns zukommen, werden weiterhin unser Leben beeinflussen. Wir haben keine Wahl: Das gilt es zu akzeptieren.

Aber wir sollten nicht zulassen, dass unsere emotionale Reaktion auf diese Ereignisse, ob gut oder schlecht, uns davon abhält, ein von innen nach aussen gelenktes Leben zu führen – ein Leben, das von unseren besten Gedanken gesteuert wird: Gedanken, die uns tragen und uns unterstützen, die wir wertschätzen können und uns positive Gefühle geben.

Hamlet lag falsch

Albert O. Hirschmann, ein legendärer Wirtschaftswissenschaftler, von Malcolm Gladwell und vielen anderen als einer der grössten Denker des 20. Jahrhunderts angesehen, lebte sein Leben nach einem Leitsatz: «Hamlet lag falsch.»

Hamlet war ein klassischer Fall von jemandem, der zu viel dachte und zu wenig tat. Er plante und plante und plante. Seine Unfähigkeit, eine Entscheidung zu treffen und zu handeln, quälte nicht nur seine Tage, sondern kostete ihn sein Leben. „Sein oder Nichtsein?“

Die Ungewissheit der Zukunft sollte uns nicht erstarren lassen, sondern uns befreien. Denn das Einzige, was wir jemals mit Sicherheit über die Zukunft vorhersagen können, ist, dass sie weiterhin höchst ungewiss sein wird. Sicherheit als solche ist damit eine Illusion. Wie gehen wir damit um, dass wir über so viele Dinge im Alltag keine Kontrolle haben, dass wir keine Gewissheit haben, die wir doch eigentlich so dringend benötigen, um unsere Sehnsucht nach -Sicherheit zu befriedigen?

Was kannst du tun?

Um eventuell schlechten Gefühlen entgegenzuwirken, könntest du deinen Fokus auf die eine Sache legen, die du kontrollieren kannst: auf dich selbst.

Wenn du gerade eine emotionale Welle hinter dir hast oder sogar im Moment inmitten der Welle surfst, dann könntest du gute Arbeit liefern und dich um dich selbst kümmern.

Um mehr Kontrolle über deine Emotionen und Verhaltensweisen zu haben, ermutige ich dich, dir täglich ein paar einfache Fragen zu stellen, die unterstützen könnten, bewusst Verantwortung für dich zu übernehmen. Diese Fragen könnten wie folgt aussehen:

⇒ Wie kümmere ich mich heute um mich?

⇒ Was werde ich heute kreieren?

⇒ Wie würde ein guter Tag für mich aussehen?

⇒ Wem könnte ich etwas Gutes tun?

Antworten auf Fragen wie diese, wie auch immer sie lauten mögen, erinnern dich daran, dass du für dich selbst verantwortlich bist. Und je selbstbestimmter du dich fühlst, umso so selbstwirksamer kannst du mit Ungewissheit umgehen. Du schaffst dir damit eine Klarheit im Alltag, die dich handeln lassen könnte und dir somit Autonomie im Moment gibt, was für ein positives Lebensgefühl sorgt.

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