Veränderung: Einfach oder schwer oder einfach schwer? (I)

Alles im Leben ändert sich: Du, ich, dein Nachbar – man kann sich nicht nicht ändern.

Du bist heute jemand anderes, als du vor zehn Jahren warst und in 10 Jahren wirst du jemand anderes sein als jetzt. (Letztlich gilt das für jeden Tag, für jede Stunde, für jeden Moment …)

Diese Art von Veränderung war nicht harte Arbeit, sie kam von allein. Du wurdest älter, die Zellen teilen sich, sterben ab, die Schnittwunde am Finger schließt sich – ohne dein bewusstes Zutun.

Dies gilt für alles und jeden auf diesem Planeten und die größte Ironie in unserem Leben ist, dass jenes was konstant ist, auch jenes ist, wo wir am meisten Widerstand entwickeln. Du magst jemand sein, der sich über Veränderung freut, wie zum Beispiel über Luftveränderung, während du bei anderen Gelegenheiten mit aller Kraft widerstehst.

Wenn du krank bist, eine Veränderung, die du nicht magst, unternimmst du alles, um den alten (gesunden) Zustand wieder herzustellen.

Mondäne Beispiele:

Vielleicht wäre ein Jobwechsel richtig, von dem du im Innersten weißt, dass es besser für dich wäre, oder du willst aufhören zu rauchen oder planst eine Beziehung zu beenden.

Veränderung ist durchaus einfach. Der Prozess der Veränderung hingegen ist in der Umsetzung schwer.

Ein neuer Job ist einfach. Alles was notwendig ist: am neuen Arbeitsplatz auftauchen, die Arbeitspapiere unterschreiben und schon geht’s los.

Eine Beziehung zu beenden, heißt einfach, die Wohnung durch die Türe zu verlassen, einfach natürlich nur dann, wenn du weißt, wie man eine Türe öffnet.

Rauchen aufzugeben ist das Einfachste, weil du gar nichts tun musst. Es aufzugeben heißt einfach, nicht zum Tabakladen zu gehen, nicht nach Zigaretten fragen und nichts bezahlen.

Du glaubst vielleicht, Veränderung sei schwierig, nicht wegen der Veränderung an sich, sondern weil es a) jeder sagt und b) der Prozess der Veränderung schwierig sein kann oder dich überwältigt.

Und die Gründe, so zu denken sind vermutlich, dass du dir in schillerndsten Farben vorstellst, was alles daneben gehen kann, wieviel Aufwand es bedeutet und wie unwohl du dich fühlen wirst.

Was ist, wenn mir mein neuer Job nicht gefällt? Mein Boss eine Katastrophe ist, meine Kollegen mich nicht mögen oder die Arbeit zu schwierig ist?

Was ist, wenn ich keinen neuen Partner finde? Was ist, wenn ich keinen Platz zum Wohnen finde, oder mein nächster Partner noch schlimmer als die/der Ex ist?

Was ist, wenn ich Entzugserscheinungen bekomme?

Was passiert, wenn ich rückfällig werde, oder ich nach dem 4. Bier bei der Feier nächste Woche mir ´ne Kippe anzünde?

Was passiert, wenn ich Megastress habe und ich nicht rauchen kann, was mich ja bisher immer beruhigt hatte?

Argument

In Wahrheit ist es jedoch anders: Du bist fähiger, als du selbst glaubst. Der Beweis ist nicht nur überzeugend, er ist wahr.

Welches war deine letzte Veränderung in deinem Leben, mit der du nicht umgehen konntest?

Denke bitte nach.

Wenn du Schwierigkeiten hast, eine zu finden, bleibe bitte cool, weil ich die Frage für dich beantworten kann.

Es gibt keine.

Bisher wurdest du in deinem Leben mit jeglicher Widrigkeit fertig – sonst würdest du jetzt nicht diesen Artikel lesen.

Sicher gab es Situationen, die du im Nachhinein lieber mit mehr Gelassenheit, Takt, mehr Anpassungsfähigkeit, mehr Geduld, Aufmerksamkeit, mehr Anmut oder mit mehr Humor behandelt haben wolltest. Im Nachhinein ist man schlauer – immer.

Aber, du hast dich mit den Problemen befasst – und jene, die wirklich wichtig waren, gelöst.

Du bist zäh, hast Ausdauer und Anpassungsfähigkeit und mehr Entschlossenheit, als du dir vielleicht selbst zutraust.

Was es braucht, ist die richtige Einstellung zu haben und an sich zu glauben.

Die Macht des Glaubens

Solange du glaubst, dass die Veränderung, die du gerne verantworten würdest, sehr schwierig ist, Monate dauert, um sie umzusetzen und du am Nutzen zweifelst, dann ist es schwer, wenn nicht unmöglich, sich zu verändern.

„Egal, ob du glaubst, dass du es kannst oder glaubst, dass du es nicht kannst, du behältst auf jeden Fall recht.“

Henry Ford

Ohne positiven Glauben bist du zwar nicht zum Scheitern verurteilt, aber du erhöhst deine Erfolgschancen beträchtlich, wenn du Veränderung(en) als etwas Positives siehst.

Dazu hier eine faszinierende Geschichte über Cliff Young (übrigens, die allererste smss), die ich, als ich sie das erste Mal hörte, nicht geglaubt habe.

Gegenargument

Ja, ich sehe dich auf dem Stuhl ruhelos werden. Da denkst du, hört sich ja alles gut an und ich fühle mich gut. Aber, aber du spürst auch und ein Teil in dir sagt: Stimmt nicht immer. Da gibt es das eine oder andere, da will „ich“ mich verändern, aber „es“ geht nicht.

„Stimmt“ würde ich dir antworten und dich einladen, erst einmal deine Aufmerksamkeit auf deine Fähigkeiten zu richten und etwas Geduld mitzubringen – denn nächste Woche werde ich den einen oder anderen Hinweis anbieten, welche „Lösungsansätze“ funktionieren und welche nicht, in Situationen, die beschreiben:

„Ich“ will ja, aber „es“ geht nicht!

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