Vom Grübeln zur Gelassenheit

„Kinder lachen ungefähr 400 Mal am Tag, ein Erwachsener nur noch 20 Mal am Tag.
Ein Toter gar nicht. Die Tendenz ist eindeutig: Wer lacht lebt länger!“

Eckhard von Hirschhausen

Stell dir vor, Gefühle wären wie die Sender beim Radio.

Du hättest einen Knopf, mit dem du zwischen „superfröhlich“ und „entspannt wie ein Yogi“ wählen könntest.

Klingt wie ein Traum, oder?

Aber mal ehrlich – hast du diesen Knopf schon mal bei dir gefunden?

Nein?

Ich auch nicht!

 

Wie wäre es dann mit einem kleinen Experiment?

Versuche dich jetzt einfach mal tierisch glücklich zu machen. Na los, versuch’s einfach!

Oder hör auf, Angst zu haben – ganz einfach, oder?

Scheibenkleister für die meisten von uns.

Aber bevor du jetzt den Kopf in den Sand steckst, habe ich eine gute Nachricht für dich:

Du kannst deine Gefühle beeinflussen – jedoch anders, als du vielleicht denkst.

Denn wie du dich fühlst, hängt stark davon ab, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest.

Wenn du also immer und immer wieder an den Fehler denkst, den du bei der Arbeit gemacht hast, wirst du dich eher wie das schwarze Schaf im Büro fühlen.

Wenn du dich aber mehr darauf konzentrierst, wie du das Problem lösen und etwas daraus lernen kannst, wirst du schneller wieder Licht am Ende des Tunnels sehen.

Es geht darum, die Kontrolle über deine Aufmerksamkeit, deinen Fokus, zu erlangen und dich nicht von deinen Launen leiten zu lassen.

Das klingt wie eine Superkraft, ist aber eine Fähigkeit, die du trainieren kannst. Und genau darum geht es heute:

Du kannst deine Gefühle indirekt steuern, vor allem durch die Art und Weise, wie du denkst und worauf du deine Aufmerksamkeit richtest.

Wenn du versuchst, Gefühle zu kontrollieren, die du nicht kontrollieren kannst – wie zum Beispiel deine Angst, Wut, dein Ärger – wirst du dir auf lange Sicht nur Schmerz und Leid zufügen.

Emotional starke Menschen haben die Kontrolle über ihre Aufmerksamkeit und darüber, worauf sie sich konzentrieren wollen.

Sie haben einen inneren Beobachter installiert.

Anstatt sich von ihren Stimmungen leiten zu lassen, üben sie, ihre Aufmerksamkeit auf das Wesentliche zu richten und vermeiden es, sich in wenig hilfreichen Gedankenmustern wie Grübeln oder Sorgen zu verfangen.

Um emotional stärker zu werden, will man seine Gefühle zulassen und akzeptieren und seine Aufmerksamkeit, seinen Fokus, kontrollieren.

„Weinen bedeutet nicht, dass man schwach ist. Seit der Geburt war es immer ein Zeichen dafür, dass man lebendig ist.“

Charlotte Brontë

 

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