Daniel Düsentrieb…

…erblickte als Sohn von Dübel Düsentrieb 1952 in Entenhausen das Licht der Welt. Sein Vater führte in Entenhausen ein kleines Reparaturgeschäft, aber Daniel folgte den Fussstapfen seines Grossvaters, Dankwart Düsentrieb und wurde ebenfalls Erfinder. Seine Erfindungen machte Daniel aus Freude, nicht aus finanziellem Interesse, eben ein Garagenerfinder. Nützliche Sachen hat er erfunden: Den Brotschmierapparat, das Dunkellicht (abgeschaut und weiterentwickelt, die Dunkelbirne nach Christian Morgenstern), das tragbare Loch und unter anderem das Telefon mit eingebautem Bügeleisen. Wenn mal etwas hakt, erfindet er schnell Dinge, die Dagobert und Donald Duck aus der Patsche helfen.

Wikipedia lässt uns wissen: Der Begriff „Erfindung“ ist von der Entdeckung abzugrenzen. Eine Entdeckung betrifft bereits Vorhandenes, das bislang unbekannt und dessen Nutzen unbestimmt ist. Damit hat sich infolge der Entdeckung nichts geändert, ausser dem damit verbundenen Wissenszuwachs eines Einzelnen oder der Allgemeinheit.

Eine Erfindung hingegen, ist eine einzigartige oder neuartige Vorrichtung, ein Verfahren, eine Methode oder/und eine Komposition. Es mag die Verbesserung einer Maschine oder eines Produktes sein oder ein neuer und anderer Prozess, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen. Eine Erfindung kann vielen Zwecken dienen und muss nicht unbedingt einen positiven Wert schaffen. Zwecke können sich erheblich unterscheiden und können sich im Laufe der Zeit ändern. Manche Erfindungen führen zu Patenten, auch im Sprachgebrauch: „Er ist ein patenter Typ.“

Wir alle sind Erfinder, denn wir erfinden unser Leben. Korrekt, manches im Leben entdecken wir, aber im Prinzip ist unser Leben eine einzigartige Komposition, die wir für uns erfinden und jegliches Leben ist im Ergebnis ebenso unterschiedlich wie unsere Fingerabdrücke. Wir erfinden die Geschichten, die unser Leben bestimmen. Was wir für uns erfinden, uns erzählen, ist unsere Sache – und dafür sind wir selbst verantwortlich.

„Re-invent yourself“, sagen die Angelsachsen, während wir im Deutschen „sich neu erfinden“ gebrauchen. Im Hamsterrad, routiniert und gelangweilt das Leben abspulen oder wie die Larve, den Kokon von innen bearbeiten und als Ergebnis als Schmetterling die Freiheit geniessen, nachdem man sich wieder einmal neu erfunden hat.

Sich selbst neu zu erfinden ist Arbeit an und mit sich selbst und ist mit Aufwand verbunden. Für manche Menschen erscheint dies nicht lohnenswert. Für mich ist sich selbst neu erfinden ein Synonym für die aktive Lebensgestaltung und die Zukunftsplanung. Ich denke, wenn ich mich in einer inspirierenden und für mich vorteilhaften Art und Weise erfinde, dann erhebe ich mich (er-finde mich) von der statischen Faszination und den Mustern der Vergangenheit, um etwas zu kreieren, etwas beizutragen und nehme letztendlich meine Erfüllung in meine Hände – im Sinne von „jeder ist seines eigenen Glückes Schmied“.

10 Ideen, als Anregungen, die beschreiben, wie ich und meine Kunden das Thema „sich neu erfinden“ diskutieren.*

Aufhören anderen gefallen zu wollen und sie zu beeinflussen

Diese Orientierung ist ein Überbleibsel aus unserer Kindheit, als die Erwachsenen die Macht und das Geld hatten. Wir mussten sie bezaubern, ihnen gefallen und sie damit manipulieren, damit wir bekamen, was wir wollten. Es wurde uns zur zweiten Natur. Behalten wir dies jedoch im Erwachsenenalter bei, führt es zur Mittelmässigkeit und Elend. Wir wollen deshalb umschalten und anstatt einen Eindruck machen, lieber einen Unterschied machen.

Die Beziehung zum Leben ändern

Wenn wir das Leben als etwas ausserhalb von uns betrachten, dann benutzen wir Sätze mit Worten wie: „Das ist das Leben“ oder wenn etwas schief geht „so ist das Leben“ oder „das Leben ist schwierig“. Das klingt als ob man untröstlich und weise ist. Wenn wir unsere Beziehung zum Leben überdenken und erkennen, dass das Leben von innen nach aussen funktioniert, findet sich eine Energiequelle, macht alles wieder Spass wie in der Jugend, als wir intuitiv wussten, dass ein blühendes Leben aus uns heraus entsteht.

Die Sprache der Aktion nutzen

Menschen, die sich wiederholend die eigene Geschichte, ein Opfer zu sein erzählen, verwenden die Sprache der Verpflichtung: „Es gibt so viele Dinge, die sollte ich tun“ oder „es gibt so viele Dinge, die muss ich tun.“ Erfinder ändern die Geschichte, sie benutzen die Sprache der Aktion. Sie unternehmen, was immer auch sie unternehmen, weil sie sich dafür entscheiden und es für sich wählen. Dies birgt Stärke, weil es näher an der Realität und Wahrheit ist. Wenn man erkannt hat, dass man für sich gewählt hat, dass man heute in die Arbeit geht, verschwindet die Lüge an/zu sich selbst und den Kindern: „Es tut mir leid, aber ich muss jetzt in die Arbeit.“ Solche Lügen haben ihren Preis. Sie reduzieren das Selbstwertgefühl und nehmen Lebensfreude.

Die Persönlichkeit sein

Die falsche Persona (griechisch: Schauspielmaske) ist oft entstanden und hat sich entwickelt auf der Basis, dass wir denken und handeln in Sinne von, was andere von uns erwarten. Seine Persönlichkeit neu zu erfinden, bedeutet zu reflektieren, denn wir können genau diese Person sein, die wir eigentlich sein wollen und uns persönlich entwickeln, mit dem was wir jetzt, heute kreieren.

Erkennen, dass ich das Problem bin

Ein Weg, sich mit Kraft und Energie zu assimilieren ist, zu sagen, wenn ein Problem auftaucht, „ich bin das Problem.“, weil dann können wir etwas dafür tun, denn, wenn ich das Problem bin, dann bin ich auch die Lösung. Es geht nicht um Selbst-Schuld oder Schuld-Zuweisung, es geht um die Problemlösung mit mehr Kraft.

Von „wie geht das?“ zu „ich will das.“

Manche Menschen glauben, dass sie bestimmte Änderungen nur deshalb nicht durchziehen, weil sie nicht wissen, wie. Dies ist eine Selbsttäuschung. Der Engpass liegt eher darin, dass sie nicht wirklich wollen. Das „How to“ ist überall zu finden, dafür gibt es Google. „Wie geht das?“ ist die Vorstufe zu Inaktivität, denn wenn wir diese Frage in uns annehmen, dann wird diese Geschichte die Wahrheit und wir bleiben stehen, als ob wir schon bis zur Brust im Sumpf stecken würden.

Optimismus neu definieren

Optimismus ist mutig und hartnäckig. Pessimismus ist ein kleiner, schwächlicher Trotzanfall. Optimismus ist furchtlos und öffnet die grossartige Welt, nämlich, dass es immer die Wahl und Optionen gibt. Pessimismus ist eine Geisteshaltung, die den Geist verschliesst. Hat man dies erkannt, bringt man seinen Optimismus zu jeder Party mit und zu jedem sogenanntem Problem.

Von Reaktion zu Kreation

Reaktion ist ein Anagramm, vielleicht fällt es uns deshalb so schwer, Reaktion und Kreation auseinander zu halten. Es ist lediglich den vierten Buchstaben an die erste Stelle zu schieben. Unser fantastischer Bio-Computer (Hirn) bietet uns zwei Verhaltensvarianten: Entweder zu reagieren oder zu kreieren. In jedem Moment, in jeglicher Situation, kann man einen Schritt zurückgehen, durchatmen und reflektieren. Einfach beobachten: Benutze ich im Moment das Gehirn, um zu reagieren oder um zu kreieren? Weg von reagieren, hin zu kreieren, erhöht den Wirkungsgrad in unserem Gehirn, wir steigern unsere Denk-Kapazität, unsere Vorstellungskraft, innovatives Denken und Kreativität können leichter gefunden werden, wir haben mehr Energie.

Von Entscheidungsfindung zu Auswählen

Manche Menschen verschwenden so viel Herz, Lebenszeit und Nerven mit dem Versuch, die richtige Entscheidung zu treffen, und dann meistens, ohne aktiv zu werden. Den Versuch, die richtige Entscheidung zu treffen mit der Tugend „auszuwählen“ ersetzen, hilft, zu kreieren.

Sich nach oben bewegen

Wir wollen uns entwickeln und persönlich weiterentwickeln. Die Vergangenheit hinter uns lassen (ist sie doch vorbei) und im Moment wachsen. Wollen wir wie ein Adler fliegen oder doch lieber die horizontale, lineare Linie von der Geburt bis zum Tode, wie der Wurm am Boden? Wir haben die Wahl. Die Metapher einer Leiter hilft, wo und auf welcher Stufe stehen wir im Moment? Hoch oben, mit wachem Geist, Humor und Kreativität? Oder tief unten, bei der Angst, dem Ärger, der Missstimmung, Bitterkeit dem Hader und Ressentiment?

Wir haben die Wahl, uns neu zu erfinden.

*inspiriert und Dank an Steve Chandler

 

 

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