Vision, Mission oder Leitsätze…

Bild: Andrew Yardley – unsplash

…sind für Mitarbeiter und Kunden eine hilfreiche Orientierung. Aber was sind die Unterschiede? Diese Frage taucht auf, wenn man sich mit Vision, Mission und all dem dazugehörigen Drumherum beschäftigt. Antworten gibt es mehr, als es Experten gibt.

Eine vereinfachte Definition sieht für mich so aus:

Vision: Ein attraktives Bild einer niemals erreichbaren Wirklichkeit, die durch die Leistung/Arbeit der Unternehmung erreicht werden will. Dahinter muss ein Nutzen für Kunden und Gesellschaft stehen.

Mission: Eine einprägsame Beschreibung der Leitsätze, warum das Unternehmen existiert und wie es die Vision Wirklichkeit werden lassen will.

Schon in den 1990er Jahren haben Wissenschaftler in einem Beitrag für die Harvard Business Review anhand von vielen Unternehmensbeispielen herausgearbeitet, dass die grundlegenden Überzeugungen und Werte sowie der eigentliche Zweck eines Unternehmens, das, was es substantiell ausmacht, der Wesenskern der Unternehmung ist.

Die Werte und der Wesenskern stecken im Unternehmen und in seiner Geschichte und wollen überlegt formuliert werden.

Was macht ein erfolgreiches Unternehmen aus?

Leistungsangebot: Was bietet das Unternehmen dem Kunden? Nicht nur Produkte und Dienstleistungen zählen, sondern vor allem auch Service und Kundenorientierung. Das nennt man auch Unternehmenskultur – und die läuft von oben nach unten. Was macht das Unternehmen aus Kundensicht so einzigartig?

Projekte: Welche Projekte haben einen hohen Stellenwert, bei den Mitarbeitern und bei der Geschäftsleitung? Welche Projekte sind üblicherweise mit wie viel Ressourcen, Budget, Zeit und Aufmerksamkeit ausgestattet? Warum sind welche Projekte für das Unternehmen richtig und wichtig?

Mitarbeiter: Was ist ihnen wichtig? Was präsentieren und stellen sie in den Vordergrund? Warum werben sie in ihrem Umfeld, Familie, Bekanntenkreis sowie bei Partnern und Kunden für das Unternehmen? Was macht das Unternehmen aus Mitarbeitersicht so einzigartig?

Intern

Vision: Definiert den Zweck des Unternehmens, aber in Bezug auf die Werte (das sind Leitsätze, wie die Dinge gemacht werden sollen) und nicht in Bezug auf die Gewinne. Bedeutet den Mitarbeitern Richtung und Orientierung zu geben, wie erwartet wird, dass sie sich verhalten und um sie zu inspirieren, ihr Bestes zu geben.

Mission: Definiert ebenfalls den primären Sinn und Zweck des Unternehmens intern – um Indikatoren und Massstäbe für den Unternehmenserfolg festzulegen – für die Führungsebene und die Aktionäre.

Extern

Vision: Sie zeigt der Aussenwelt, warum es das Unternehmen gibt und prägt das Verständnis der Kunden und Partner, warum sie mit dem Unternehmen langfristig zusammenarbeiten wollen.

Mission: Zeigt, wie das Unternehmen die Kunden, das Umfeld, die Welt unterstützt.

Missionen unterliegen einem Prozesswandel und Visionen können nie erreicht werden – nur dann, wenn es nichts mehr zu verbessern gibt – und das gibt es in meiner Welt recht selten, würde es doch bedeuten, dass es nichts Neues zu lernen gäbe.

Kernfaktoren für Vision:

Kernfaktoren für Mission:

1.     Wo wollen wir hin

2.     Zukunft

3.     Inspirierend, gross und richtungsgebend

4.     Hoffnung (was wollen wir auf dieser Welt verändern?)

5.     Kurz und prägnant formuliert

1.     WAS (tun wir) und WIE (als Erfüllungsgehilfe für die Vision)

2.     Gegenwart

3.     Inspirierend, gross und richtungsgebend

4.     Zweck (warum existieren wir?)

5.     Kurz und prägnant formuliert

Die Herausforderung für beide Statements liegt im identischen Punkt 3. Im Vision-Statement steht die Inspiration im Vordergrund. Bei der Mission ist der entscheidende Punkt die Orientierung, die vermittelt werden soll.

Kernfrage:

Warum wird es für die Welt in 30 Jahren (alternativ 150 Jahren) einen Unterschied machen,
dass mein Unternehmen existiert?

Beispiele für gute Unternehmenskommunikation:

Starbucks

Ärzte ohne Grenzen (ziemlich umfangreich)

Google

TED (Ideas worth spreading), besser geht es nicht!

Metaebene

Egal ob Vision oder Mission – Leitbilder helfen, Klarheit zu verschaffen. Die Gedanken hier mögen unterstützen, genau über diese Klarheit zu reflektieren.

An der Spitze eines Unternehmens steht ein Unternehmer. Das Wort Unternehmer hat es mir angetan, weil ich glaube, dass jeder ein Unternehmer ist. Nicht notwendigerweise im Sinne des Unternehmertums, sondern jeder ist sein eigener Unternehmer für sein Leben.

Wenn dem so ist, dann ist es doch recht und billig, sich selbst über seine Vision und Mission Gedanken zu machen. Über die eigenen wesentlichen Kernfaktoren und persönlichen Leitsätze zu reflektieren, hilft dir zum Unternehmer deines Lebens zu werden.

Warum wird es für die Welt in 30 Jahren (alternativ 150 Jahren) einen Unterschied machen,
dass ich existiere oder existiert habe?

Und dann, gerade passend in Konfliktsituationen oder an Weggabelungen, ergibt sich für dich als Unternehmer eine leicht zu merkende interne Frage:

Bin ich Unternehmer oder Unter-lasser?

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