Aller guten Dinge sind 7

Bild: Jon Tyson – unsplash

Wie geht es dir? Losgelöst davon, dass es eine von vier „meisterlosen Fragen“ ist, soll sie für einmal gelten. Einer meiner Söhne zelebriert heute seinen 27ten Geburtstag und obwohl es übertrieben wäre, es kommt mir zwar nicht wie gestern vor, trotzdem kann ich mich noch genauestens an die Zeit im Kreissaal erinnern. Mehr als ein Vierteljahrhundert ist vergangen.

Wie geht es dir? Das weiss ich nicht und doch, für mich fühlt es sich manchmal so an, als ob die Zeit schneller vergeht als früher. Es scheint, das Problem könnte sein, dass es ziemlich einfach ist, durch alle Verpflichtungen, die jeden Tag anstehen, die alle erledigt werden wollen, man manisch zu nichts kommt. Kommt dir das auch bekannt vor?

Das ist noch nicht das Schlimmste. Das Schlimmste ist, dass wir glauben, wenn wir all diese Dinge erledigt haben, dass wir Fortschritte machen, während wir lediglich damit beschäftigt sind. Rational ist das einfach: Du weisst, was du eigentlich machen willst, was deine Ziele sind – aber es scheint die Dringlichkeit zu fehlen, daran zu arbeiten – und die Zeit fliegt – im Hamsterrad.

Nun, was passiert, wenn man das so beibehält?

Realistisch betrachtet, nichts tatsächlich. Die Mehrheit der Leser wird kurz reflektieren, zustimmen oder nicht und dann weiterhin jenes tun, was jeden Tag getan wird – und – das Leben wird sich entsprechend entwickeln.

Nichts Aussergewöhnliches wird passieren. Ich weiss das, du weisst das. Alles bleibt beim Alten – und das ist vielleicht das wahre Problem. Führt bei manchem zur Frage: „War es das?“

Wir sind besorgt, falsche Entscheidungen zu treffen oder uns gar zu verpflichten. Doch eigentlich sollten wir uns sorgen, wenn wir keine Entscheidungen für uns treffen. Falsche Entscheidungen scheinen auf den ersten Blick das Schlimmste zu sein, was wir tun können. Aber was, wenn „keine Entscheidungen treffen“ zu den schlimmeren Ergebnissen führt, weil sich genau dadurch nichts ändert?

Wir leben das Leben, welches wir tolerieren. Mögen diese Gedanken bei dem einen oder der anderen ein unbehagliches Gefühl auslösen – so nur dann, wenn dies ein Thema ist, das in einem vor sich hinschlummert.

Letztendlich sind es häufig kleine Veränderungen, die grosse Wirkung haben. In sich logisch, lässt sich doch aus vielen Biographien und aus Beobachtungen ein kleines Regelwerk ableiten. Es sind sieben Kern-Prinzipien die helfen, die eigenen Ziele selbstbestimmt zu erreichen.

Die Zukunft umarmen

Die Handlung in der Gegenwart bestimmt die Ergebnisse in der Zukunft. Dies wird so oft vergessen, keiner bringt es uns bei, weder in der Schule noch in der Uni oder im Job. Wann hast du dir das letzte Mal Zeit genommen und dir die Frage gestellt, was du aus deinem Leben machen willst? Vielleicht ist es an der Zeit, sich jetzt die Zeit zu nehmen und über dein Leben zu reflektieren. Nach vorne streben, trotz der von aussen beigetragenen „Nein, das kannst du doch nicht machen“ und den möglichen Widerständen, die sich ganz von alleine in den Weg stellen. Es ist jedoch der Weg aus der selbstgemanagten Unzufriedenheit. Für einen Upgrade, das eigene Leben zu leben, ist es nie zu spät.

Seine Leidenschaften/Passionen definieren

Hier gibt es zwei Lager. Ein paar Glückliche, die werden bezahlt für das, was sie gerne tun, dafür, was ihre Passion und Leidenschaft ist. Und dann gibt es jene, die den Job brauchen, damit sie ihre Miete etc. zahlen können. Laut Gallup sind über 70% der Arbeitnehmer unzufrieden mit ihrem Job. Egal wie, sich Gedanken machen und zu überlegen „was sind denn meine Leidenschaften?“ erscheint auf den ersten Blick so einfach. Ich behaupte, es ist gar nicht so leicht. Glaubenssätze stehen im Weg und keiner hat uns bisher gefordert – und keiner wird es tun – denn es ist deine Sache. Es ist in meiner Welt existentiell, herauszufinden, was man gerne tut, für was man tatsächlich brennt und was einen glücklich macht. Ist doch eigentlich eine Priorität – und doch, manche brauchen trotz Anleitung Monate, dies zu erkennen, weil ja keine Zeit für solche (unnützen?) Spielereien verschwendet werden will.

Schaffen statt reagieren

Den Status quo beibehalten ist in der heutigen Zeit Stillstand. Kreativität und etwas schaffen bringt uns voran. Sich selber weiterentwickeln und jeden Tag etwas Neues lernen kann eine Lebens-Einstellung sein. Für sich aktiv werden bringt ein erfülltes, sinnvolles und selbstbestimmtes Leben mit sich. Wer will das nicht? Wenn man weiss, was man will, dann kann man daran arbeiten und es erreichen. Am meisten bereuten die Interviewpartner der Palliativschwester Bronnie Ware (5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen):

Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben, statt so zu leben,
wie andere es von mir erwarteten.

Nutze und verteidige deine Zeit

Zeit ist nicht Geld. Zeit kann man sich nicht nehmen oder sie sparen. Zeit hat man und zwar – da ist die Welt gerecht – jeder hat die gleichen 1.440 Minuten jeden Tag (Geburts- und Todestag ausgenommen). Zeit kann man nicht umtauschen, nicht kaufen, leihen oder ins Pfandhaus bringen. Vorbei ist vorbei und zwar für immer. Egal wie alt du bist, du kannst überlegen: „Habe ich schon mehr als ein Drittel, die Hälfte oder zwei Drittel aller Weihnachten, die ich erleben werde, schon erlebt?“

Kollaborieren und kooperieren

Keiner kann alles alleine. Jeder hat Stärken und ja, unglücklicherweise auch die eine oder andere Schwäche. Wenn Rapunzel nicht die langen Haare gehabt hätte – nun ja. Miteinander und in einem sozialen Umfeld zu leben erhöht die Lebensqualität. Partner, Freunde und Mitstreiter finden, die einen unterstützen, führt schneller zum Erfolg. Die Nein-Sager kannst du ruhig aussen vor lassen, genauso wie jene, die lieber Opfer sind als Verantwortung für sich zu übernehmen. Selbstbestimmung erfordert in der Tat etwas Mut und die positive Einstellung zu den nächsten zwei Fähigkeiten.

Risiken gehören dazu

Für sich gerade stehen erhöht das Risiko, andere zu enttäuschen. Die Dame zum Tanz aufzufordern birgt das Risiko, sich einen Korb zu holen. Ich behaupte, die wesentlichen lebensbereichernden Entscheidungen, die du bisher getroffen hast, hatten, zumindest in der Entscheidungsfindung, ein gehörigen Anteil an Risiko – auch bekannt als „Angst vor dem Unbekannten“. Ich meine Dinge wie Heirat, Kinder ja oder nein, Wohnort oder gar Land wechseln, Job kündigen oder annehmen etc. Viele Entwicklungen und aussergewöhnliche Ergebnisse haben Experiment, Versuch und Irrtum als Eltern. Und jedes Experiment hat ein fehlerloses Ergebnis. Magst du das Ergebnis nicht, dann musst du das Experiment ändern – schon wieder ein Risiko!

Umarme Fehler und Probleme

Das Wort „Fehlerkultur“ macht die Runde. Kultur ist: „Die Gesamtheit der geistigen, künstlerischen, gestalteten Leistungen einer Gemeinschaft als Ausdruck menschlicher Höherentwicklung“, sagt der Duden. Keiner will Fehler machen. Stell‘ dir vor, keiner hätte je einen Fehler gemacht. Wir würden noch in Höhlen hausen und ohne Fehler hättest du nicht laufen gelernt. Mir gefällt das Wort der „Fehlerkultur“ zwar schon aber nicht 100%ig. Fehler darf man schon vermeiden, vor allem, wenn man es vorher schon besser weiss. Aber manches weiss man halt eben nicht im Vorhinein – und dann helfen Fehler, dass man Neues lernt. Übertrieben: Aus Fehlern lernt man, ohne Fehler bleibt man so wie man ist, weil man nichts lernt. Und, Problemlösen gehört zum Leben. Der Mathematiklehrer erläutert, dass es in diesem Jahr mehr Problemaufgaben für die Schüler geben wird. Sie zu ihm: „Darling, wunderbar, unser Kind muss jetzt noch mehr Probleme lösen. Da lernt es jetzt viel mehr!“ Fehler und Probleme sind der Anfang einer Entwicklung, nicht das Ende.

Es liegt an einem selbst:

Lieber selbstbestimmt als gut regiert.

Aus England

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