Du bist nicht deine Arbeit

Bild: Rolling Stone

„Du bist nicht deine Arbeit. Du bist nicht dein Kontostand. Du bist nicht das Auto das du fährst. Du bist nicht der Inhalt deiner Geldbörse. Du bist nicht deine fucking Khakihose.

Fight Club (Chuck Palahniuk)

Mitten in unserem Streben, nach was auch immer, kann es passieren, dass wir so abgelenkt werden, dass wir das Wesentliche aus den Augen verlieren – und bevor wir es realisieren, verschwenden wir auf die eine oder andere Weise unser kostbarstes Gut: nämlich unsere Zeit. Und das mit Dingen, die uns gar nicht wichtig sind.

Du bist nicht deine To-do-Liste

Oftmals glaubt man, dass, wenn man die Dinge auf der Bucket-Liste abhaken kann, es ein erfolgreicher Tag war. Und doch, wie oft kaufen wir Sachen, springen von der Klippe, gehen in Urlaub, besuchen andere Städte – wir glauben, wir leben – aber wie häufig ändert sich nichts in uns, nachdem wir es getan haben.

Es ist in Ordnung, sich Ziele zu setzen, Dinge im Leben zu verfolgen. Aber nicht um des Abhakens willens, sondern, um ein selbstbestimmtes Leben mit Sinn und Zweck zu leben. Da kann man auf der To-do-Liste, wie auf dem Güterbahnhof, die Aufgaben hin- und herschieben und glaubt, man war aktiv. Das Leben ist kein Nike-Slogan („Just do it! “ – inspiriert durch die letzten Worte des Mörders Gary Gilmore). Bevor du das nächste Mal Dinge hin- und herrangierst, findest du vielleicht wie ich Interesse daran, die Frage „Wer bin ich?“ genauer zu untersuchen. Wenn ja, dann kannst du hier ein paar Gedanken zum Thema entdecken.

Du bist nicht dein sozialer Status

Egal, ob abgeschlossenes Studium, Job-Titel, Anzahl von Freunden und Anhängern – du kannst dich daran messen. Irgendwie wollen wir wissen, wo wir gesellschaftlich stehen. Wir fragen uns insgeheim: Gewinner oder Verlierer?

Das funktioniert jedoch nur, wenn wir uns mit anderen vergleichen. Vergleichen bedeutet zu bewerten. Und was bringt dir das? Entweder Neid oder Überheblichkeit. Beides bringt dich nicht weiter. Du bist weder besser noch schlechter als andere. Was zählt, ist dein Charakter und sind deine Fähigkeiten. Was zählt ist, wofür du stehst. Was zählt ist die Frage: „Wer bin ich?“

Du bist nicht dein Bankkonto

Schon klar, lieber reich und gesund als arm und krank. Geld braucht man, ausser du ziehst wie Thoreau in die selbsterbaute Blockhütte am Walden-See. Geld ist genial, ohne läuft nicht viel. Alles gut. Nur, manche investieren vielleicht mehr Energie um des Geldes willen, als sie sollten. Wenn Geld alleine Lebensentscheidungen regiert, dann kann das zu viel sein. Geld kommt und geht. Geld ist eine notwendige Ware – aber sie sollte uns nicht beherrschen. Das letzte Hemd hat keine Taschen.

Geld beherrscht oder dient seinem Meister

Horaz (65 – 8 v.Chr.)

Die Zeit fliegt oder auch nicht

Wenn man all den Dingen nachjagt, von denen man glaubt, dass sie einen glücklich machen, dann fliegt die Zeit. Du kennst die Momente in deinem Leben, wenn Zeit nicht zu existieren scheint. Der Glücksforscher Mihảly Csikszentmihảlyi (Aussprache: Chicks sent me high) gilt als Schöpfer der Flow-Theorie. Wenn man voll im Moment vertieft ist, dann vergeudet man keine Zeit.

Auf der anderen Seite kennst du das Gefühl: Ich kann nicht glauben, dass schon wieder ein Jahr vergangen ist. Taucht meistens am 31. Dezember oder an Geburtstagen auf.

Du kannst es Präsenz, Konzentration, Aufmerksamkeit, Achtsamkeit oder Gewahrsein nennen – der Kernpunkt bleibt immer der gleiche: Du hast die Macht, die Hektik und Ablenkungen für dich abzuschaffen. Du bist immer im Hier und Jetzt – nur dein Geist spielt dabei manchmal Kapriolen. Im Moment zu leben, hört sich theoretisch einfach an – aber ist nicht immer leicht. Zeit- und Lebensverschwendung entsteht dann, wenn man zu abgelenkt ist, um das Leben bewusst zu erleben.

Tief drinnen wissen wir alle, dass wir nicht unendlich viel Zeit haben (siehe Einstein’s Dreams). Wir wissen, dass es im Leben nicht nur darum geht, Geld zu verdienen, Urlaubsbilder auf soziale Medien hochzuladen oder den Job zu erledigen.

Es sind die Dinge wie Verbundenheit, Erfahrungen, Liebe, Beziehungen, Freundschaften, unsere Grundwerte, Teilen und Fürsorge, die wir am meisten schätzen. Was immer es für dich ist – das weisst du. Aber es geht nicht darum, was wir wissen, sondern darum, was wir tun.

Erkennen, dass das Leben ein Geschenk ist. Jeden Moment geniessen – sowohl die guten als auch die weniger guten. Hilft ja nichts.

Das Leben ist lang, wenn du es nur zu gebrauchen verstehst.

Seneca

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