Bild: Sean D`Souza

Von Würzburg bis Zürich

Aufgewachsen in Würzburg. Nach drei Semestern Elektrotechnik habe ich mich für ein Studium der Betriebswirtschaftslehre entschieden – das war einfacher. Das Studium nach der Bundeswehr finanzierte ich mir als selbstständiger Handelsvertreter für die Bonnfinanz.

1985 interessierte und faszinierte mich die Wall Street und ich wurde Börsenmakler (als dies noch ein ehrenwerter Beruf war) bei Merrill Lynch in München. Es folgten Stationen in New York, London und seit 2007 lebe ich in der Nähe von Zürich.

Ich habe zwei erwachsene Söhne.

Bild: Sean D`Souza

In seinem Buch „Danke! Ein Kaffee und eine globale Reise der Dankbarkeit“ sagt A.J. Jacobs insgesamt über 1.000 Menschen danke, die auf verschiedene Weise an der Herstellung seines morgendlichen Espressos beteiligt sind.

Von den Kaffeebauern, die die Bohnen pflücken, über die Fahrer, die sie transportieren, bis hin zu den Mitarbeitern in der Rösterei und den Baristas im Café – Jacobs verfolgt die gesamte Lieferkette und drückt seine Dankbarkeit gegenüber jedem Einzelnen aus. 

Dieses Buch ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie viele Menschen hinter den alltäglichen Dingen unseres Lebens stehen und wie wichtig es ist, diese Beiträge zu würdigen.

Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.

Galileo Galilei

Ich war schon immer neugierig. Schon früh habe ich gelernt, dass echte Neugierde Dekonstruktion erfordert. Wenn man auf etwas Komplexes stößt, sollte man es in seine kleinsten Bestandteile zerlegen, genau betrachten und dann neu zusammensetzen.

Genauso gehe ich an die Frage heran, warum wir Menschen das tun, was wir tun. Es fasziniert mich, die Beweggründe und Entscheidungen von Menschen zu verstehen und zu analysieren.

Mein Weg, diese Faszination zu vertiefen, wurde stark von einem Buch beeinflusst: „Good to Great“ von Jim Collins. In einem Kapitel wurde die Frage gestellt: „Worin bist du wirklich gut?“ Diese Frage brachte mich zum Nachdenken und ich merkte, dass ich sehr gut darin bin, komplexe Themen in ihre Einzelteile zu zerlegen.

Deshalb war das Thema wie „Warum tun wir Menschen, was wir tun“ eine lohnende Herausforderung für mich.

 Jim Collins erwähnte, dass er 100 Bücher pro Jahr liest, und so beschloss ich, es ihm gleichzutun.

Ich begann, etwa 100 Bücher pro Jahr zu lesen, um meine Neugier zu befriedigen und mein Verständnis zu vertiefen. Nicht alle Bücher waren wirklich lesenswert, aber ich war immer der Meinung, dass es sich lohnt, ein Buch zu lesen, wenn darin wenigstens ein guter Gedanke oder eine gute Idee enthalten ist.

Heute lese ich weniger Bücher, weil ich durch Podcasts, Videos und künstliche Intelligenz viel Zeit spare.

Ein Buch in der Hand oder Kindle am iPad – einen guten Espresso nebenbei – der Tag fängt gut an.

Mein Weg zur Berufung

Im Oktober 2010 hat sich mein Leben durch eine Reihe einschneidender Ereignisse grundlegend verändert. Es war eine schwierige Zeit, aber ich habe mich durchgebissen und bin gestärkt daraus hervorgegangen.

Alles begann mit einem lebensbedrohlichen Unfall meines Sohnes. Glücklicherweise trug er keine bleibenden Schäden davon, aber dieser Schock war ein Weckruf für mich.

Dann kam der nächste Schlag: Bei der Arbeit wurde mir eine wohlverdiente Prämie verweigert, obwohl ich hart dafür gearbeitet hatte. Das war der Moment, in dem ich beschloss, meine berufliche Situation zu ändern und kündigte.

Doch damit nicht genug: Ich befand mich in den letzten Zügen einer langen und emotional belastenden Scheidung nach 23 Jahren Ehe.

Auch meine Partnerin litt – sie hatte einen Bandscheibenvorfall und musste operiert werden. Wir wussten nicht, ob sie jemals wieder normal gehen konnte. Zu allem Überfluss starb ihr Vater, als sie noch nach ihrer Operation im Krankenhaus war.

Bild: Sean D`Souza
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Mitten in diesem Chaos fing es an.

Es war an der Zeit, mein Leben zu überdenken – es war Zeit für Veränderung.

Ich stellte mir die wichtigsten (und einfachsten) Fragen des Lebens:

  • Wer bin ich wirklich?
  • Was sind meine wahren Stärken und Fähigkeiten?
  • Wann fange ich an, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen?

An diesem Punkt entschied ich mich, die Hilfe eines Coaches in Anspruch zu nehmen, da ich mich auf der Suche nach Klarheit und einer neuen Richtung für mein Leben im Kreis drehte.

Was als ein Weg begann, mein Leben selbst in die Hand zu nehmen, entwickelte sich schnell zu einer tiefen Leidenschaft für das Coaching selbst. Ich erkannte, dass dies meine wahre Berufung war.

Die Fragen und Herausforderungen haben mich auf einen neuen, spannenden Weg geführt. Sie halfen mir, nicht nur meine beruflichen Ziele neu zu definieren, sondern auch das Leben und die Menschen um mich herum mit anderen Augen zu sehen.

Ich begann, das Leben bewusster zu leben und erkannte, wie wichtig es ist, im Hier und Jetzt präsent zu sein und der eigenen inneren Stimme zu vertrauen.

Diese tiefgreifenden Erfahrungen sind die Basis für meine Arbeit als Coach. Seit über 12 Jahren unterstütze ich meine Kundinnen und Kunden dabei, ihre eigenen Antworten auf diese zentralen Fragen des Lebens zu finden. Gemeinsam gestalten wir den individuellen Weg zu einem erfüllteren und sinnvolleren Leben.

PS:

Ich (wir) lebe(n) in der Nähe von Zürich (aber das wusstest du ja schon, oder?). Zu meinen Hobbys gehören Segelfliegen, Klettern, Bergwandern, Auszeiten genießen und ich koche sehr gerne.

Bild: Sean D`Souza