Von Rockefeller lernen
Zuerst ein herzliches Danke an alle, die bei der Umfrage mitgemacht haben đ.
Ich lese jede einzelne Antwort â und jede(r) bekommt von mir eine persönliche E-Mail mit Kommentar oder Gedanken.
Falls du deine schon hast: schön.
Falls nicht: dann entweder, weil du keine E-Mail-Adresse angegeben hast (da sind mir die HĂ€nde gebunden đ) â oder deine Antwort kommt noch im Laufe der Woche.
Trommelwirbel âŠ
hier ist er:
der Nummer-1-Wunsch fĂŒr den Newsletter aus eurer Umfrage.
Praktische Tools & Methoden â frisch serviert, ab jetzt jeden Donnerstag.
đ Die Ivy-Lee-Methode
Vor ĂŒber 100 Jahren kĂ€mpfte Charles M. Schwab, einer der mĂ€chtigsten Industriellen Amerikas, mit einem Problem, das uns allen bekannt vorkommt:
zu viele Aufgaben, zu wenig Fokus.
Er engagierte den Berater Ivy Lee.
Dessen Vorschlag war verblĂŒffend einfach
â und er richtete sich an die Mitarbeiter:
Am Ende jedes Arbeitstages sollten sie die sechs wichtigsten Aufgaben fĂŒr morgen notieren.
Dann die Liste nach PrioritÀt sortieren.
Am nĂ€chsten Tag: mit Punkt 1 beginnen, erst wenn der erledigt war, zu Punkt 2 gehen â und so weiter.
Falls am Abend noch Punkte offenblieben, wanderten sie einfach auf die Liste fĂŒr den nĂ€chsten Tag.
Mehr nicht.
Kein dickes Handbuch, keine App, kein Projektmanagement-Workshop.
Nur Papier und Stift.
Und das Beste:
Ivy Lee wollte zunÀchst kein Honorar.
Sein Angebot:
âProbieren Sie es aus. Bezahlen Sie mich nur, wenn es wirkt â und geben Sie dann so viel, wie es Ihnen wert ist.â
Ein paar Monate spĂ€ter war die ProduktivitĂ€t bei Bethlehem Steel so spĂŒrbar gestiegen, dass Schwab Lee 25.000 Dollar ĂŒberwies.
Das wĂ€ren heute in inflationsbereinigt ĂŒber 530.000 Dollar.
FĂŒr eine Idee, die auf einen Bierdeckel passt.
âš Und heute?
Klingt fast zu simpel. Aber genau das ist die StÀrke:
Weniger GrĂŒbeln, weniger Verzetteln â einfach Klarheit im Kleinen.
Vielleicht magst du es ausprobieren:
Heute Abend sechs Punkte fĂŒr morgen notieren. Und dann sehen, was passiert.
Mit Leichtigkeit,
Harry
PS: Auch wenn Ivy Lee das 1918 erfunden hat â es funktioniert noch heute. Manchmal sind die einfachsten Methoden die wirksamsten.
PPS: Ich selbst mache das ĂŒbrigens seit Jahren â allerdings schreibe ich mir nur drei Dinge auf. FĂŒr mich reicht das völlig, um den Tag klar zu steuern. Drei Dinge fĂŒrs Quartal, drei fĂŒr den Monat, drei fĂŒr die Woche und drei fĂŒr den Tag.
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