9 Jahre lang
Liebe/r Lebenserforscher/in,
kennst du die erstaunliche Geschichte von Hachikō? Dieser japanische Akita (nicht zu verwechseln mit Akira) wartete jeden Tag am Bahnhof Shibuya auf seinen Besitzer – auch nachdem dieser gestorben war.
Neun Jahre lang. Tag für Tag. Seine „Pflicht“, wie er sie verstand, war klar und einfach: warten und treu sein.
Wer sich einen Akita als Haustier hält, sollte Erfahrung mit Hunden haben, denn sie brauchen eine klare Führung und viel Geduld.
Sie entwickeln eine starke Bindung zu ihrer Familie, sind aber nicht immer leicht zu erziehen. Wie im richtigen Leben.
Während Hachikō seine eine Pflicht perfekt erfüllte, jonglieren wir Menschen täglich mit tausend verschiedenen „Solls“, „Müssens“ und „Eigentlich“:
– Die Steuererklärung wartet.
– Oma hat seit Wochen nichts von uns gehört
– Das Fitnessabonnement verstaubt
– Der Kühlschrank ist voll mit Essensresten
– Die innere Stimme flüstert „Meditation wäre gut
– Der Kollege bräuchte Unterstützung…
Uff! Kein Wunder, dass wir uns manchmal wie ein Zirkusartist fühlen, der mit zu vielen Tellern gleichzeitig jongliert!
Aber hier kommt der Plot-Twist: Was wäre, wenn wir Aufgaben nicht als lästige To-Do-Listen betrachten würden, sondern als … Verbindungen?
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KLEINE UNTERBRECHUNG:
Stell dir vor, ich wäre wie Hachikō am Bahnhof – nur dass ich nicht auf meinen Besitzer warte, sondern auf… deine Meinung!
Was denkst du? Hast du ein klein wenig Zeit für mich, um mir zu sagen, was dich bewegt?
Nein, das ist definitiv NICHT deine Pflicht. Aber wäre es lächerlich, dich zu Wort kommen zu lassen?
Du hilfst mir, diese Newsletter noch besser auf DICH zuzuschneiden.
Du bekommst genau die Denkanstöße, die DU brauchst.
Die Umfrage ist nur bis zum 20ten, also morgen offen (ja, ich weiß, ein kleiner gemeiner Zeitdruck 😉 )
Es dauert wirklich nur maximal 3 Minuten.
Und nun zurück zu unseren philosophischen Hunden …
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Kleines Gedankenspiel:
– Wenn du kochst, verbindest du dich mit deiner Gesundheit.
– Wenn du Oma anrufst, verbindest du Generationen.
– Wenn du einem Kollegen hilfst, webst du am Netz der Gemeinschaft
Mark Aurel (ja, der römische Kaiser, der nebenbei auch noch Philosoph war) hat es so ausgedrückt:
„Ich tue meine Pflicht. Der Rest interessiert mich nicht.“
Klingt fast Zen, oder?
Mini-Übung für zwischendurch:
Nimm dir 2 Minuten Zeit und schreibe auf:
- eine Pflicht dir selbst gegenüber (z.B. heute pünktlich ins Bett gehen)
- eine Pflicht gegenüber anderen (z.B. dem Nachbarn die geliehene Bohrmaschine zurückgeben)
- eine Pflicht gegenüber der größeren Gemeinschaft (z.B. den Müll trennen).
Siehst du? Plötzlich werden aus lästigen Pflichten sinnvolle Bindungen.
Der Trick ist nicht, mehr Pflichten zu haben, sondern die wichtigen zu erkennen und sie – wie Hachikō – mit Hingabe zu erfüllen.
Welche „Bahnhöfe“ in deinem Leben verdienen deine treue Anwesenheit?
Bis Freitag!
PS: Meine Aufgabe als Newsletter-Schreiber ist es übrigens, dich zum Nachdenken und Schmunzeln zu bringen. Ich hoffe, das ist mir heute gelungen!