Der Gorilla-Effekt

Kennst du das Experiment mit dem unsichtbaren Gorilla?

Forscher haben Menschen ein Video gezeigt, in dem sie Basketballpässe zählen sollten. In der Mitte des Videos läuft ein Mensch im Gorillakostüm durchs Bild.

Und das Erstaunliche?

Fast die Hälfte der Zuschauer hat den Gorilla nicht gesehen. Ganz einfach, weil sie so auf die Pässe konzentriert waren.

Diese Woche teile ich mit dir Gedanken meines geschätzten Freundes Chris Mulzer, der diesen „Gorilla-Effekt“ auf unser ganzes Leben überträgt – insbesondere auf unsere Wahrnehmung von Mangel und Überfluss.

Chris lädt uns zu einem kleinen Experiment ein:

Schlag eine beliebige Zeitung auf und lies die Schlagzeilen. Was liest du?

– Krieg in mehr als einem Land
– Dürrekatastrophe hier
– Überbevölkerung dort
– Armut überall

Kaum Nachrichten darüber, wie gut es uns eigentlich geht oder was in unserer Gesellschaft funktioniert.

Warum das so ist? Weil unser Gehirn von klein auf darauf programmiert ist, das wahrzunehmen, was wir NICHT haben.

Chris stellt eine provokante Frage:

Gibt es genug für ALLE Menschen auf dieser Welt?

Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, wenn wir in unseren gewohnten Denkkategorien bleiben.

Wir sind umgeben von Knappheitsbotschaften:

– Der Kollege, der sein begrenztes „Wissen“ wie einen Schatz hütet
– Menschen, die gute Gefühle als knappe Ressource betrachten
– Die Überzeugung, dass jemand anderes einem ein gutes Gefühl „wegnehmen“ kann.

Kleine Übung für den Wochenbeginn

1. Der „Was wäre wenn…?“ – Rahmen:
Stell dir vor:

Was wäre, wenn es genug gute Gefühle für ALLE Menschen gäbe?
Was wäre, wenn du so viele gute Gefühle hättest, dass du sie teilen MÖCHTEST, weil du sonst platzen würdest?

2. die Konjunktiv-Umwandlung:

Ersetze in deiner Sprache einen Tag lang absichtlich alle:
– „wäre“ durch „ist
– hätte“ durch habe
– würde“ durch „wird

Wie fühlt sich diese Veränderung an?

Gedanke für die Woche:
„Du kannst nicht gleichzeitig an Mangel denken und Überfluss erschaffen“.

Chris betont: Es gibt mehr als genug von ALLEM auf der Welt.

Und weil es genug gibt, kannst du dich bewusst dafür entscheiden, mehr von dem zu tun, was dir gute Gefühle gibt, und weniger von dem, was dich runterzieht.

Eine kraftvolle Übung zum Schluss:

Schließe deine Augen und versetze dich gedanklich zwei oder drei Monate in deine Zukunft. Stell dir vor, wie du die Möglichkeitsformen in deiner Sprache durch aktive, entschlossene Worte ersetzt. Wie fühlt sich das in deinem Körper an? Wo genau spürst du dieses gute Gefühl?

In diesem Sinne: Stell dir vor, deine guten Gefühle sind hoch ansteckend wie Masern. Entscheide dich, noch heute damit zu beginnen, jedem Menschen, mit dem du in Kontakt kommst, ein kleines bisschen bessere Gefühle zu geben.

Die entscheidende Frage lautet:

Willst du zu denen gehören, die glauben, immer zu wenig zu haben?

– oder willst du an Lösungen für ein „Genug für alle“ mitarbeiten?

 

PS: Übrigens, wenn dir dieser Newsletter gefallen hat, kannst du ihn gerne weiterleiten. Es gibt schließlich genug gute Ideen für alle 😉 .

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