Einen Dollar pro Kopf
Charles (Duck) Feeney (1931-2023).
In den 1960er Jahren gründete er mit seinem Geschäftspartner Robert Miller die Firma Duty Free Shoppers (DFS).
Sie nutzten geschickt die aufkommende Popularität des internationalen Flugverkehrs und das Konzept des zollfreien Einkaufens.
DFS entwickelte sich schnell zu einem globalen Giganten, vor allem bei wohlhabenden asiatischen Kunden, und machte Feeney zum Milliardär.
Was niemand wusste:
Bereits 1982 hatte Feeney den Großteil seines Vermögens in eine Stiftung namens The Atlantic Philanthropies eingebracht – und zwar heimlich.
Diese Stiftung förderte über Jahrzehnte zahlreiche Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit.
Feeney wollte anonym spenden, um nicht selbst im Mittelpunkt zu stehen. Erst 1997 wurde sein Engagement öffentlich.
Der Milliardär und Mitbegründer von Duty Free Shoppers lebte in einer bescheidenen Mietwohnung, trug eine 15-Dollar-Uhr und flog Economy Class.
Als Journalist*innen ihn nach dem „Warum“ fragten, sagte er schlicht:
„Man kann nur so viele Mahlzeiten essen. Man kann nur in einem Bett schlafen.“
Insgesamt spendete er mehr als acht Milliarden Dollar – unter anderem an renommierte Universitäten wie Cornell, Harvard und Stanford, aber auch an soziale Projekte in Irland, Vietnam, Australien und Südafrika.
Diese Geschichte ist so faszinierend, weil sie uns eine zeitlose Wahrheit vor Augen führt:
Am Ende zählt nicht, was wir haben, sondern wer wir sind und was wir für andere tun.
Wie oft vergessen wir das im Alltag?
🤔 REFLEXION ZUM WOCHENENDE
- der Macht-Check
Nimm dir einen ruhigen Moment und denke über deine verschiedenen „Machtpositionen“ nach:
– Als Vorgesetzte/r
– Als Elternteil
– Als Klient/in
– Als Partner/in
– Als der/die „Erfahrenere“
Frage dich in jeder Position
* Wie nutze ich diese Macht?
* Dient sie mir oder anderen?
* Was würde mein 80-jähriges Ich dazu sagen?
- Das Charakter-Tagebuch
Mache ein kleines Experiment über das Wochenende:
Morgens: Schreibe einen Charakterzug auf, den du heute stärken möchtest.
Abends: Überlege, wie du diese Eigenschaft gelebt hast.
- Die „Weniger ist Mehr“-Herausforderung
Wähle EINE dieser Aktivitäten für das Wochenende:
* Verzichte auf das übliche „Ich bin der Chef“-Argument.
* Höre jemandem zu, ohne Ratschläge zu geben
* Tue etwas Gutes, ohne es jemandem zu sagen
DEINE WERKZEUGE FÜR DAS WOCHENENDE
A) Der 3-Fragen-Kompass:
Frage dich bei jeder Entscheidung:
– Stärkt es meinen Charakter?
– Dient es anderen?
– Würde ich es auch tun, wenn niemand davon wüsste?
B) Die Charakterpause:
Nimm dir dreimal am Tag 30 Sekunden Zeit und frage dich:
„Handle ich gerade aus einer Position heraus oder aus Prinzipien?“
C) Das Abendritual:
Bevor du schlafen gehst, schreibe auf:
– Eine Situation, in der du heute Macht hattest.
– Wie du damit umgegangen bist
– Was du morgen anders machen könntest
🌟 DEIN WOCHENEND-MANTRA
„Meine Position ist vorübergehend, mein Charakter ist dauerhaft.“
Denk daran: Das Leben ist wie ein Theaterstück – am Ende zählt nicht, welche Rolle du gespielt hast, sondern wie du sie gespielt hast.
Alles Gute zum Wochenende.
Sei großartig, lebe großartig!
Dein
Harry
P.S.: Charles Feeney sagte übrigens auch: „Ich hatte mehr Spaß daran, mein Geld auszugeben, als es zu verdienen“. Damit meinte er nicht den sinnlosen Konsum, den wir überall beobachten können – vielleicht ist das eine Weisheit, die wir alle gebrauchen können!