Entscheidungen treffen…

Entscheidungen treffen…

 

…und die Freiheit leben, die wir haben

 

Die berufstätige, erwachsene Person trifft im Schnitt circa 12 Entscheidungen vor 9.00 Uhr.

Aufstehen oder Snooze? Was ziehe ich heute an? Eier oder Müsli zum Frühstück?

Es ist Teil des Menschseins, bewusste und unbewusste Entscheidungen zu treffen. Manche mit kurzfristigem Effekt und andere mit langfristigen Folgen:

Soll ich in der Beziehung bleiben? den Job beibehalten? oder den Wohnort wechseln?

Die Entscheidungen, die wir treffen, bestimmen wie glücklich oder unglücklich wir sind, weil wir mit den Folgen unserer Entscheidungen leben müssen.

Kommentar

Wir haben immer eine Wahl. Aus mindestens zwei Optionen eine zu wählen, ist die einzige persönliche Freiheit, die uns niemand wegnehmen kann.

Ohne Optionen bräuchten wir keine Entscheidung zu treffen.

Viele Entscheidungen treffen wir unbewusst und spontan. Der Autopilot hat die Kontrolle. Andere schieben wir vor uns her: Tun oder Nichtun, das ist hier die Frage.


Es gibt einen Weg, tägliche Entscheidungen mit einem einfachen System (ABC) besser zu treffen. Nicht notwendigerweise, um weniger Fehler zu machen, sondern um die Fehler, die wir machen, nicht bedauern zu müssen.

Wir treffen permanent Entscheidungen. Manche ohne es zu wissen. Wer entscheidet schon, die Zähne heute mit der anderen Hand zu putzen? Und doch ist damit eine Entscheidung gefallen, nämlich die gleiche Hand wie gestern zu benutzen.

Nur wenn man erkennt, dass man immer Optionen (mindestens zwei: Ja oder Nein) hat, kann man wählen. Eben auch wenn es die Entscheidung ist, etwas nicht zu tun. Das ist eine Wahl und liegt ganz in unserer persönlichen Freiheit.

 

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„Bei der Wahl, die wir haben, handelt es sich immer nur um uns selbst und nie um Dinge oder Menschen um uns herum.“

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Wir wählen wie wir reagieren, aber wir können nicht entscheiden, ob es regnet.

Wir können nicht entscheiden, ob der andere in guter oder schlechter Stimmung ist, aber wir können entscheiden, wie wir damit umgehen.

Selbst wenn uns jemand mit der Pistole bedroht, den Safe zu öffnen oder das Leben zu verlieren, haben wir die Wahl. Wir entscheiden, was uns wichtiger ist: unser Leben oder die Zahlenkombination zu geben.

Unser Leben ist wie eine Strasse. An der Ampel links oder noch geradeaus weiter fahren? Ein Kreisel mit vier Ausfahrten, fremdes Terrain, GPS nicht auf dem neuesten Stand:

Welche Ausfahrt wählen wir? Welche Garantie haben wir, die richtige zu nehmen?

Im Leben gibt es keine Garantien.

Dafür gibt es zu viele Variablen und eine ganze Menge von Dingen und Situationen, die ausserhalb unserer Kontrolle liegen. Die einzige Macht, die wir haben, ist zu:

 

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„Entscheiden, dass wir die Freiheit über unsere Entscheidungen haben, nämlich wie wir agieren und auf Situationen reagieren.“

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Jede Entscheidung, die wir treffen, hat ein Resultat (Konsequenzen).

Jeder Moment ist jetzt.

In jedem Moment treffen wir Entscheidungen.

In jedem Moment entscheiden wir für unsere Zukunft.

Nur wir selbst können die Verantwortung für jegliche Entscheidung und für jegliche Nicht-Entscheidung tragen.

Für viele Menschen hat das Wort Verantwortung eine negative Konnotation und wird mit Tadel gleichgesetzt:

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„Wer ist für diesen Missstand verantwortlich?“

„Wer war für diesen Unfall verantwortlich?“

„Er war verantwortlich, dass ich zu spät kam.“

„Die durchgebrannte Sicherung war für die Dunkelheit verantwortlich.“

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Das Wort Verantwortung beinhaltet Antwort. Nicht nur die Antwort, die wir anderen auf eine Anfrage geben, sondern die Antwort, die wir uns selbst auf Fragen, die wir uns stellen, geben.

Jede Entscheidung ist prinzipiell eine Antwort auf das, was wichtig für uns ist.

Als erstes wollen wir überleben und dann:

Wir wollen autonom sein.

Wir wollen Freiheit.

Wir wollen in Frieden mit uns leben.

Wir wollen glücklich sein.

Wir wollen anerkannt werden.

Wir wollen respektiert sein.

Wir wollen geliebt werden.

Keines dieser Ziele ist materiell. Man kann sie nicht mit der Kreditkarte kaufen. Es liegt an unseren eigenverantwortlichen Entscheidungen, ob wir unsere Ziele erreichen oder nicht.

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„Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.“

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sagt ein altes deutsches Sprichwort.

Gedanken zur Entscheidungsfindung (ABC):

1. Akzeptieren

und sich bewusst sein, dass wir immer eine Wahl haben; damit gewinnen wir persönliche Freiheit und kontrollieren unser Leben besser.

Wir beginnen über die unterschiedlichen Ergebnisse, die unsere Wahl mit sich bringt, nachzudenken und übernehmen die Verantwortung.

Ich habe die Verantwortung für jede Wahl, die ich treffe, und wenn ich dies bewusst tue, dann habe ich

Personal Power

indem ich mich auf die Entscheidung vorbereite. Entscheidungen erkennen, filtern und hinterfragen, anstatt unbewusst reagieren. Sich fragen:

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Welche Optionen gibt es für diese Situation?

Was ist tatsächlich passiert und warum will ich mich so spontan in einer gewissen Weise verhalten?

Was fühle ich gerade?

Bin ich neutral?

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2. Beurteilen

Welches Ergebnis will ich erzielen? Welche Vorteile und welche Nachteile können entstehen? Was ist in dieser Entscheidung wichtig für meine Ziele; heute, morgen, für den nächsten Monat, fürs nächste Jahr?

Welche meiner Lebensziele werden damit erfüllt?

Die Macht der Wahl für uns zu erkennen, ist so wichtig, weil wir damit beginnen, bewusst das Steuer in die Hand zu nehmen. Uns für ein Verhalten zu entscheiden, auf das wir stolz sein können, etwas lernen können und uns weiterentwickeln. Die Zukunft kreieren mit überlegten Entscheidungen, egal ob kurz- oder langfristiger Natur.

3. Chef

sein und die gewählte Entscheidung schöpferisch umsetzen. Ich bin der Boss in meinem Leben. Vielleicht ist es notwendig, eine Meinung von einem Freund einzuholen, nochmal zurück zu Schritt zwei zu gehen oder einfach der hinterfragten inneren Stimme zu folgen. Ursache und Wirkung beurteilen und feststellen, ob die Entscheidung denn tatsächlich mit den eigenen Grundwerten und Zielen übereinstimmt. Getroffene Entscheidungen sind nach der Durchführung nicht mehr rückgängig zu machen, haben Einfluss auf unser Umfeld und unser Selbstverständnis.

Fazit

Akzeptieren, beurteilen und chefmässig umsetzen. Vor der Wahl die Konsequenzen erkennen. Zukünftige Entscheidungen wenn möglich mit einbeziehen. Die Macht der Wahl liegt bei einem selbst. In der Aufmerksamkeit erkennen, dass es sich um eigenverantwortliche Entscheidungen handelt, ist der Weg zum persönlichen Erfolg.

Wir haben die Wahl und die Freiheit.

 

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