I am a Rock

Heute ist Freitag. Erinnerst du dich an Robinson? Er hatte auch einen Freitag.

Stell dir vor, du bist auf einer einsamen Insel. Nein, keine Sorge, du bist weder Robinson noch der Hauptdarsteller eines Überlebensabenteuers à la „Cast Away“.

I am a rock, I am an island“. (Ich bin ein Fels, ich bin eine Insel.)

Paul Simon, aus dem Lied „I Am a Rock

Diese Insel ist deine Ego-Insel, bevölkert von deinen Gedanken, Wünschen und, ja, auch Macken.

Nimm dir einen Moment Zeit, um einen Blick auf deine „Insel“ zu werfen und darüber nachzudenken, wie du mit den Bewohnern anderer Ego-Inseln umgehst.

Inselwahnsinn kann vorkommen – und ist völlig normal!

Die Insel-Theorie: Dein persönliches Paradies (oder Gefängnis?)

Stell dir vor, jeder Mensch lebt auf seiner eigenen kleinen Insel. Auf dieser Insel ist alles, was dich ausmacht: deine Ziele, deine Wünsche, dein Verhalten und, ja, auch deine Marotten. Manchmal ist diese Insel ein Paradies, an anderen Tagen fühlt sie sich vielleicht eher wie Alcatraz an.

Kleine Übung:

Nimm dir einen Moment Zeit und male deine persönliche Insel. Was gibt es dort? Eine Bibliothek voller Wissen? Einen Strand der Träume? Oder einen Vulkan der Leidenschaft?

Die Hassparade: Wer will schon unbeliebt sein?

Nun, es gibt einige Dinge, die uns Menschen besonders auf die Palme bringen. Die Top 3 der unbeliebtesten Eigenschaften sind:

– Arroganz (oder wie ich es nenne: „Ich bin der König der Welt“-Syndrom)

– Egoismus (Auch bekannt als: „Alles dreht sich um mich!“)

– Rechthaberei (Oder: „Ich weiß alles besser, auch wenn ich keine Ahnung habe“)

Kommt dir das bekannt vor? Vielleicht hast du schon einmal jemanden getroffen, der alle drei Eigenschaften in sich vereint.

Herzlichen Glückwunsch, du hast den Unsympathie-Jackpot geknackt!

Arroganz – die aufgeblasene Rettungsweste der Unsicherheit

Hier ist ein kleines Geheimnis:

Menschen, die arrogant wirken, fühlen sich oft unsicher.

Es ist, als trügen sie eine aufgeblasene Rettungsweste, um nicht in einem Meer von Selbstzweifeln unterzugehen.

Wenn dir das nächste Mal jemand arrogant vorkommt, stelle dir vor, wie er sich verzweifelt an seine imaginäre Rettungsweste klammert. Das macht es doch etwas erträglicher, oder?

Egoismus – die Einbahnstraße der Beziehungen

Stell dir vor, du fährst auf einer Straße, auf der alle Schilder nur in deine Richtung zeigen. Das ist Egoismus pur!

Egoistische Menschen leben in einer Welt, in der sich alles nur um sie dreht. Es ist, als hätten sie eine eigene Gravitationskraft, die alle Aufmerksamkeit und Ressourcen auf sich zieht.

Einbahnstraßen können schnell zur Sackgasse werden.

Denn wer nur an sich denkt, vergisst oft, dass Beziehungen ein Geben und Nehmen sind.

Wenn jemand nur an sich denkst, versuche, deine innere Straßenkarte neu zu zeichnen. Vielleicht entdeckst du dabei spannende Umwege und Abzweigungen, die dich zu anderen Menschen führen.

Rechthaberei – Die Olympiade der Besserwisser

Willkommen bei der Olympiade der Besserwisser! Hier treten die Goldmedaillengewinner im Rechthaben-Müssen gegeneinander an.

Besserwisser sind wie wandelnde Wikipedias, immer bereit, ihr „überlegenes“ Wissen zu teilen – gefragt oder ungefragt.

Es ist, als hätten sie einen eingebauten „Ich-weiß-es-besser“-Knopf, der sich bei jeder Gelegenheit von selbst aktiviert.

Wer ständig Recht haben muss, steht oft allein auf dem Siegertreppchen.

Denn niemand lässt sich gerne ständig belehren.

Wenn du dich das nächste Mal dabei ertappst, dass du dich in einen Wettbewerb des Besserwissens begibst, versuche stattdessen, neugierig zu sein. Frage den anderen nach seiner Meinung. Wer weiß, vielleicht lernst du dabei sogar etwas Neues – und das ist doch der wahre Sieg, der?

Dein persönlicher Spam-Ordner

Wusstest du, dass du einen eingebauten Verhaltens-Spamfilter hast? Ja, tatsächlich! Dein Gehirn hat eine ganze Reihe von „Das-geht-nicht-Programmen“ installiert:

Lautes Rülpsen in einem feinen Restaurant? Spam! Hysterisches Gelächter in der Bibliothek? Doppelt Spam!

Aber Vorsicht: Diese Filter sind oft mehr von gesellschaftlichen Normen geprägt als vom tatsächlichen Störpotenzial. Vielleicht ist es an der Zeit, deinen Filter zu überprüfen?

Kleine Übung:

Überlege, was dich an anderen stört. Frage dich selbst: Warum genau stört mich das? Ist es wirklich so schlimm oder reagiere ich vielleicht über?

Die Brücke zwischen den Inseln: Vom Ich zum Wir

Das ist die gute Nachricht:

Unsere Inseln brauchen keine isolierten Einöden bleiben! Wenn sich zwei Inseln „kreuzen“, entsteht eine Verbindung.

Plötzlich gibt es gemeinsame Interessen, man kommt ins Gespräch und – schwupps – ist man nicht mehr allein auf seiner Insel.

Fazit: Deine Insel, deine Regeln – aber vergiss die Brücken nicht!

Am Ende des Tages sind wir alle Inselbewohner mit unseren eigenen kleinen Königreichen. Aber das Schöne ist, dass wir die Macht haben, Brücken zu bauen.

Wenn wir verstehen, dass jeder seine eigenen Kämpfe austrägt, seine eigenen Filter hat und manchmal einfach im Energiesparmodus läuft, können wir mit mehr Mitgefühl und weniger Frustration durchs Leben gehen.

Also, liebe Inselkönigin, lieber Inselkönig: Wie wäre es, wenn du heute eine Brücke baust?

Vielleicht entdeckst du dabei eine faszinierende neue Insel – oder du lernst deine eigene Insel noch besser kennen.

 

P.S.: Wenn du das nächste Mal jemanden triffst, der dir unsympathisch erscheint, frag dich: „Auf welcher verrückten Insel lebt der wohl?“ – Vielleicht entdeckst du so einen verborgenen Schatz!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert