Kettensäge oder Klarheit

Das Leben ist kurz.

Vielleicht gefallen dir die Gedanken heute nicht.

Stell dir vor, dein Leben wäre ein Flugzeug. Cool, oder?

Nun, in einem Verkehrsflugzeug benutzen die Piloten während 95 Prozent der Flugzeit den Autopiloten. Klingt verlockend, oder? Einfach zurücklehnen und den Flug genießen. Aber Moment mal, wollen wir das wirklich im Leben?

Kleine Denkaufgabe für dich: Wenn dein Leben ein Flug wäre, in welcher Phase wärst du jetzt? Beim Start? Auf Reiseflughöhe? Oder vielleicht in Turbulenzen? Nimm dir einen Moment Zeit, um darüber nachzudenken.

Hand aufs Herz: Wie oft hast du schon gedacht: 

„Wenn doch nur jemand anderes die Entscheidungen für mich treffen würde“?

Willkommen im Club der Verantwortungsscheuen! Aber warum fällt es uns eigentlich so schwer, das Steuer unseres Lebens selbst in die Hand zu nehmen?

Die Wurzel des Übels – Verantwortungsvermeidung

Kennst du das? „Wenn mein Chef nicht so fordernd wäre, hätte ich mehr Zeit für mich.“ Oder: „Hätte ich damals nur mehr Unterstützung bekommen, dann …“

Klingt bekannt, oder? Willkommen in der wunderbaren Welt der Verantwortungsvermeidung! Hier ist es gemütlich, aber leider auch ziemlich unproduktiv.

Übung 1: Der Verantwortungs-Check

Nimm dir ein Stück Papier (ja, echtes Papier, nicht dein Smartphone!) und schreibe drei Situationen auf, in denen du dich in letzter Zeit vor Verantwortung gedrückt hast. Sei ehrlich zu dir selbst – es gibt keine Noten!

Verantwortung = Freiheit (ja, wirklich!)

Klingt paradox? Ist es aber nicht! Je mehr Verantwortung du übernimmst, desto freier wirst du.

Dann bist du nicht mehr der Passagier im Flugzeug deines Lebens, sondern der Pilot! Cool, oder?

Hürden auf dem Weg zur Verantwortung

Angst vor Fehlern: Niemand will scheitern. Aber wie sagte schon Vera Birkenbihl: „Fehler sind nützlich, wenn man aus ihnen lernt“. Also: Trau dich, Fehler zu machen! Sie sind der Dünger für dein persönliches Wachstum. (Und nein, das heißt nicht, dass du absichtlich Mist bauen sollst!)

Komfortzone: Ah, die geliebte Komfortzone. Stephen Fry hat einmal gesagt, dass das Leben außerhalb dieser Zone beginnt. Ja, es ist unbequem, die Verantwortung für Dinge zu übernehmen, die schief laufen. Aber hey, unbequem ist das neue bequem!

Übrigens, wenn man die Komfortzone verlässt, kann man auch wieder zurückfallen. Ich schlage vor, statt sie zu verlassen, sie zu erweitern, wie einen Ballon, wie den Horizont des Lebens.

Der innere Kritiker: Dieser kleine fiese Kerl, der in uns sitzt und sagt: „Das schaffst du nie“. Weißt du was? Geben wir ihm einen Namen. Nennen wir ihn … Klausi.

Und dann sagst du zu Klausi:

„Danke für deine Meinung, aber ich mache es trotzdem!“

Übung 2: Verantwortungs-Challenge

Fang klein an: Übernimm in den nächsten drei Tagen bewusst Verantwortung für etwas Kleines. Vielleicht ist es eine Entscheidung, die du vor dir her schiebst, oder ein Versprechen, das du dir gegeben hast. Schreibe auf, was du getan hast und wie du dich dabei gefühlt hast. Keine Sorge, niemand wird es lesen – außer dir und vielleicht Klausi.

Perspektivwechsel

Stell dir vor, du bist auf einem Segelboot. Du kannst die Segel setzen und hoffen, dass der Wind dich ans Ziel bringt.

Oder du übernimmst das Ruder, stellst die Segel richtig ein und steuerst dein Boot dorthin, wo du hin willst.

Ja, das ist anstrengender. Aber stell dir den Moment vor, wenn du in den Hafen einfährst und weißt, du hast es geschafft. Dieses Gefühl ist unbezahlbar. (Und nein, du kannst es nicht bei Amazon kaufen und auch nicht mit Mastercard bezahlen).

Fazit

Verantwortung zu übernehmen ist nicht immer einfach, aber es ist der Schlüssel zu einem erfüllten Leben.

Es bedeutet, dass man sein Schicksal selbst in der Hand hat. Man wird nicht zum Spielball der Umstände, sondern zum Schöpfer seiner eigenen Realität.

Und ist das nicht genau das, was wir uns alle wünschen? (Neben einer endlosen Tafel Schokolade, versteht sich).

Reflexionsfrage zum Schluss

Überlege: „Was ist der nächste kleine Schritt, den ich machen kann, um mehr Verantwortung für mein Leben zu übernehmen?“ Schreib ihn auf, häng ihn an den Kühlschrank und fang an!

In diesem Sinne: Mache den ersten Schritt zur Erweiterung deiner Komfortzone – du wirst überrascht sein, was dich auf der anderen Seite erwartet!

(Spoiler: Es ist nicht der Weihnachtsmann, aber fast genauso cool).

Und denke daran: Das Leben ist kein Autopilot. Es ist eine Achterbahn und du sitzt am Steuer.

Also los geht’s!

Zum Nachdenken: Vielleicht gibt uns der Autopilot manchmal das Gefühl von Sicherheit.

 

PS: Übrigens: Sicherheit gibt es grundsätzlich nicht, das ist ganz sicher.

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