Magst du Marshmallows

Liebe/r Musterentdecker/in,

kennst du die Geschichte vom „Stanford Marshmallow Experiment“?

Kinder bekamen einen Marshmallow und die Wahl:

sofort essen oder warten und zwei bekommen.

Was die Forscher dabei über Selbstkontrolle, Verzicht und Erfolg gelernt haben, ist faszinierend. Aber noch faszinierender ist, was sie NICHT sahen…

Und:

In jüngster Zeit wurden die Ergebnisse dieser legendären Studie in Frage gestellt.

Neuere Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass der Zusammenhang zwischen dem Aufschub von Belohnungen in der Kindheit und dem späteren Erfolg im Leben definitiv nicht so stark ist wie ursprünglich angenommen.

Trotz der Kontroversen bleibt das Marshmallow-Experiment ein faszinierender Einblick in menschliches Verhalten und Selbstkontrolle, der auch heute noch psychologisch Interessierte beschäftigt.

Während meiner Ausbildung bei Gunther Schmidt, dem Pionier der hypnosystemischen Arbeit, lernte ich etwas Überraschendes:

Es geht nie um den Marshmallow. Es geht um die Geschichte, die wir uns über den Marshmallow erzählen.

Da wir uns der Fastenzeit nähern, lade ich dich ein, eine andere Perspektive einzunehmen. Nicht die des Verzichts, sondern die der Bereicherung.

Stell dir vor, Fasten ist wie das Aufräumen deines geistigen Schreibtisches:

– Nicht weniger, sondern mehr Übersicht.

– Nicht Verlust, sondern Gewinn an Klarheit

– Kein Kampf, sondern eine bewusste Entscheidung

Eine zentrale Erkenntnis habe ich direkt von Gunther Schmidt gelernt:

Wir sind nicht Opfer unserer Gewohnheiten – wir sind ihre Choreographen.

Jeder „Verzicht“ ist in Wirklichkeit eine aktive

Entscheidung FÜR etwas.

Kleine Übung für den Wochenbeginn:

    1. Der Perspektivenwechsel:

   Wähle eine Gewohnheit, die du ändern möchtest.

   – Neint: „Ich muss auf Kaffee verzichten.

   – Denke: „Ich entdecke neue Energiequellen“.

    1. Die Ressourcen-Frage:

   – Was gewinnst du, wenn du diese Entscheidung triffst?

   – Welche Fähigkeiten entwickelst du?

   – Wer unterstützt dich dabei?

    1. Der Möglichkeitsraum:

   Vervollständige den Satz:

   „Wenn ich diese Gewohnheit ändere, kann ich…“

Gedanke für die Woche:

„Fasten ist keine Diät für den Körper, sondern ein Festmahl für die Seele.

Was willst du diese Woche „fasten“?

Und noch wichtiger: Wofür wirst du Platz schaffen?

Bis Mittwoch!

 

PS: In meiner Ausbildung bei Gunther Schmidt gab es übrigens keine Marshmallows – aber viele Aha-Erlebnisse über echte Veränderung. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du nachhaltige Veränderungen in deinem Leben etablieren kannst, dann lass uns darüber sprechen.

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