Sag mal danke
Stell dir dein Leben als Gemälde vor. Was fällt dir zuerst auf?
Der winzige Tintenklecks in der Ecke oder die prächtigen Farben in der Mitte?
Wenn du jetzt „Tintenklecks“ sagst, dann herzlichen Glückwunsch – du bist ein echter Homo Negativus!
Ja, wir Menschen sind wahre Meister darin, das Haar in der Suppe zu finden, selbst wenn wir in einem 5-Sterne-Restaurant speisen.
Wir sehen eher den Kaugummi am Schuh als den Regenbogen am Himmel.
Unser innerer Kritiker ist wie ein übereifriger Fitnesstrainer – immer da, immer laut und nie zufrieden.
Aber hey, vielleicht ist es an der Zeit, diesem Nörgler den Saft abzudrehen und stattdessen unseren Lob-Muskel zu trainieren.
Wer weiß, vielleicht entdecken wir dabei, dass die Welt gar nicht so schlecht ist – zumindest nicht immer!
Stell dir vor, du kommst morgens ins Büro und findest auf deinem Schreibtisch …
einen Kaktus!
Ist das eine nette Geste deines Kollegen oder ein subtiler Hinweis auf deine manchmal stachelige Persönlichkeit?
Willkommen in der wunderbaren Welt der Wertschätzung, in der zwischen gut gemeint und gut gemacht manchmal Welten liegen!
Die Wertschätzungslotterie – Welchen Jackpot hast du geknackt?
Wertschätzung ist wie eine Wundertüte. Die einen freuen sich über ein lautes „Toll gemacht!“ vor der ganzen Abteilung, die anderen würden sich am liebsten unter ihrem Schreibtisch verstecken.
Hier die Top-Hits der Anerkennungs-Charts (von Chapman und White in ihrem Buch „Die Sprachen der Wertschätzung“ identifiziert wurden):
- Verbale Anerkennung (46%):
Für fast die Hälfte ist ein einfaches „Danke“ oder „Super Job“ Musik in den Ohren.
- Quality Time (25%):
Jeder Vierte schmilzt dahin, wenn man ihm seine ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt.
- Hilfsbereitschaft (22%):
„Kann ich dir helfen?“ – Für manche der schönste Satz der Welt.
- Geschenke (6%):
Eine kleine Aufmerksamkeit wirkt Wunder.
- Körperkontakt (1%):
Das berühmte Schulterklopfen – für die Mutigen unter uns.
Mini-Übung:
Welche Art von Wertschätzung lässt dein Herz höherschlagen? Schreibe es auf einen Zettel und klebe ihn dir auf die Stirn! (Okay, vielleicht doch nicht)
Das Wertschätzungsdilemma
– oder: warum gut gemeint nicht immer gut ankommt
Stell dir vor, du bist der Sherlock Holmes der Wertschätzung. Du hast akribisch recherchiert und weißt genau, dass Kollege Müller am liebsten verbal gelobt wird. Also rufst du lautstark durchs Büro:
„Müller, du alter Fuchs, das war klasse!“
Und Müller? Verschwindet errötend im Kopierraum.
Tja, liebe Wertschätzungsdetektive, manchmal ist es komplizierter als gedacht. Denn was für den einen ein „Wow!“ ist, ist für den anderen ein „Oh je!“.
Die Kunst der Wertschätzung
– oder: Wie man nicht zum Wertschätzungs-Tollpatsch wird
Statt krampfhaft zu versuchen, jedem seine Lieblingsform der Wertschätzung zu servieren (was übrigens verdächtig nach To-Do-Liste klingt: „Montag: Müller loben, Dienstag: Schmidt Kaffee bringen…“), hier ein revolutionärer Ansatz:
Sei einfach du selbst!
Zeige deine Wertschätzung so, wie es sich für dich natürlich und ehrlich anfühlt. Aber – und das ist der Clou – bleibe aufmerksam.
Wenn dein Gegenüber bei deinem begeisterten High Five zusammenzuckt, ist das vielleicht ein Hinweis darauf, beim nächsten Mal etwas zurückhaltender zu sein.
Profi-Tipp:
Einfach mal nachfragen! „Hey, ich wollte dir nur sagen, dass ich deine Arbeit echt toll finde. Wie kann ich dir das am besten zeigen?“ – Bumm! Kommunikation für Fortgeschrittene!
Das Wertschätzungsparadox
– oder: Warum weniger manchmal mehr ist.
Achtung, jetzt wird’s philosophisch: Zu viel des Guten kann auch kontraproduktiv sein.
Wenn du ständig jedem Geschenke machst, Zeit schenkst und Hilfe anbietest, kann das
- a) anstrengend für dich sein und
- b) irgendwann unglaubwürdig werden.
Mini-Challenge:
Versuche eine Woche lang, deine Wertschätzung gezielt und aufrichtig zu zeigen. Qualität statt Quantität!
Die Wertschätzungs-Revolution
– Sei die Veränderung, die du dir wünschst!
Stell dir vor, dein Arbeitsplatz wäre ein Ort, an dem sich alle gegenseitig wertschätzen – authentisch und ohne Hintergedanken. Eine Utopie? Vielleicht. Aber einer will ja anfangen!
Fazit: Wertschätzung – Deine Superpower in zwischenmenschlichen Beziehungen
Am Ende des Tages ist Wertschätzung wie ein guter Witz – es kommt auf das Timing, die Ausführung und das Publikum an.
Aber im Gegensatz zum Witz darfst du bei der Wertschätzung auch mal daneben liegen. Hauptsache, man bleibt am Ball!
Also, liebe Anerkennungskünstler und Wertschätzungsvirtuosen, geht raus und verteilt ein bisschen Sonne! Aber bitte ohne Sonnenbrand.
PS: Wenn du das nächste Mal unsicher bist, wie du deine Wertschätzung ausdrücken sollst, denk einfach daran:
Ein Kaktus auf dem Schreibtisch ist besser als keine Wertschätzung. Es sei denn, dein Kollege hat eine Phobie vor spitzen Gegenständen. Dann bleibt es vielleicht besser bei einem einfachen „Danke“!