Tischlein deck dich
Du sitzt an einem Tisch voller verlockender Speisen, aber die Uhr zeigt noch nicht die „erlaubte“ Essenszeit an. Kennst du dieses Gefühl?
Weil du ein großer Fan des Intermittierenden Fastens (IF) bist?
Diese Situation erinnert mich an ein provokantes Zitat von Gary Taubes, dem Autor von „Why We Get Fat“:
Was, wenn (fast) alles, was wir über Ernährung zu wissen glauben, falsch ist?
Taubes stellt in seinem Buch viele gängige Ernährungstheorien auf den Kopf.
Auch die Ideen des intermittierenden Fastens erscheinen auf den ersten Blick revolutionär. Doch schauen wir genauer hin und vergessen dabei nicht den gesunden Menschenverstand:
1. Fasten ist kein Wundermittel!
Überraschung! Obwohl viele Wunderdinge versprochen werden, zeigt die Forschung: Fasten ist in erster Linie ein Mittel zur Kalorienreduktion.
2. Die Wissenschaft ist sich nicht einig.
Viele Aussagen zum Fasten beruhen auf vorläufigen Forschungsergebnissen. Vorsicht vor übertriebenen Versprechungen!
3. Fasten ist nicht für jeden geeignet
Besonders Frauen und Menschen mit Vorerkrankungen sollten vorsichtig sein. Auf den Körper hören!
4. Es gibt verschiedene Fastenmodelle
… mehr als du denkst! Wenn du alle ausprobieren willst, bist du ganz schön beschäftigt – für den Rest deines Lebens.
Oftmals ist es einfach ein Geschäft, um Kohle zu machen.
5. Der gesunde Menschenverstand hat recht:
Die Forschung bestätigt immer wieder: Wer abnehmen will, will weniger Kalorien zu sich nehmen als er verbraucht.
So einfach ist das.
Wer übergewichtig ist – natürlich gibt es Ausnahmen – isst in der Regel einfach zu viel, nimmt also zu viele Kalorien zu sich.
Und das geht vielen so:
– In Deutschland sind rund 53 Prozent der Erwachsenen übergewichtig oder fettleibig.
– In Österreich sind es etwa 51% der Erwachsenen.
– In der Schweiz sind es rund 42% der Erwachsenen.
Diese Zahlen zeigen:
Übergewicht ist in unserer Region ein weit verbreitetes Problem. Vielleicht ist es an der Zeit, unsere Essgewohnheiten zu überdenken?
Weißt du, wie viele Kalorien du zu dir nimmst?
Kleine Übung:
Überlege dir, wie dein idealer Ernährungstag aussehen würde, wenn du nur auf deinen Körper hörst.
Wann hast du wirklich Hunger?
Weshalb isst du, weil es an der Zeit ist?
Aus Langeweile?
Und wie viel isst du wirklich?
Es gibt unzählige Websites, auf denen du deinen Kalorienverbrauch verfolgen kannst. Die meisten Menschen sind überrascht, wenn sie das tun.
Was kannst du daraus lernen?
- Dein Körper ist einzigartig
Was für andere funktioniert, muss nicht das Richtige für dich sein.
- Gesundheit ist mehr als Gewicht zu verlieren
Achte darauf, wie du dich fühlst, nicht nur auf die Waage.
- Skeptisch sein lohnt sich
Hinterfrage „Wunderdiäten“ und vermeintliche Allheilmittel.
- Kalorien zählen lohnt sich immer noch
Fasten oder nicht, am Ende zählt, wie viel Energie du zu dir nimmst und wie viel du verbrauchst. Weißt du, was du zu dir nimmst und was du verbrauchst?
Zum Schluss noch eine Idee zum Mitnehmen:
Wie wäre es, wenn du deine Ernährung nicht als strengen Plan, sondern als Entdeckungsreise betrachtest? Vielleicht findest du dabei nicht nur den Weg zu deinem Wunschgewicht, sondern auch zu einem bewussteren Umgang mit Essen und deinem Körper.
Entdecke deine Gesundheit, Bissen für Bissen!
PS: Fasten hin oder her: Der beste Ernährungsplan ist der, den du langfristig durchhalten kannst, der dich gesund und glücklich macht und der dir hilft, deine Kalorienzufuhr im Griff zu behalten!
PPS: Der Volksmund sagt: FdH