Warum die wichtigste Frage im Leben die falsche ist?
Liebe Freundinnen und Freunde der großen Fragen,
ein interessantes Gespräch mit meinem 7-jährigen Neffen. Er fragte mich: „Onkel, warum sind wir eigentlich hier?“
Während ich noch nach einer kindgerechten Antwort suchte, legte er nach: „Ich weiß – damit ich mit Lego spielen kann!“
Weißt du was? Vielleicht ist er der Wahrheit näher als mancher Philosoph.
Seit Jahrtausenden zerbrechen sich die klügsten Köpfe der Menschheit den Kopf über den „Sinn des Lebens“. Und was haben wir?
Eine Antwort aus „Per Anhalter durch die Galaxis“: 42 (Danke, Douglas Adams, sehr hilfreich!).
Vielleicht stellen wir aber auch nur die falsche Frage.
Statt zu fragen: „Warum sind wir hier?“, sollten wir vielleicht fragen: „Was macht MEIN Leben sinnvoll?“
Das ist der entscheidende Unterschied:
– Die Frage nach dem „Sinn des Lebens“ ist wie die Suche nach dem Ende des Regenbogens. Je näher man kommt, desto weiter weg scheint es zu sein.
– Die Frage nach dem „Sinn IM Leben“ dagegen ist wie dein persönlicher Kompass. Er zeigt dir nicht das Ziel, aber die Richtung.
Die Philosophin Susan Wolf (und nein, sie ist nicht mit dem Wolf aus Rotkäppchen verwandt) hat dazu einen interessanten Gedanken: Ein sinnvolles Leben entsteht dort, wo sich zwei Dinge überschneiden:
1. Was dich persönlich erfüllt.
2. was auch für andere wertvoll ist
Ein Beispiel:
Sudoku lösen kann Spaß machen – aber ist es sinnvoll? Meistens nicht.
Mit einem Goldfisch reden kann entspannend sein – aber ist es sinnvoll? Eher weniger.
(Es sei denn, man ist Meeresbiologe und erforscht die Kommunikation von Fischen – dann ist das etwas anderes).
Aber was ist mit…
– dem Garten, den du pflegst und der Insekten Nahrung bietet?
– dem Wissen, das du mit anderen teilst?
– der Kunst, die du schaffst und die andere berührt?
– mit den Menschen, denen du zuhörst, wenn sie dich brauchen?
Das sind die Momente, in denen Sinn entsteht. In denen deine Leidenschaft auf ein größeres Ziel trifft.
Kleine Übung für heute:
Nimm dir 5 Minuten Zeit und beantworte diese Fragen:
1. Was macht dir so viel Spaß, dass du die Zeit dabei vergisst?
2. Wie könnte diese Aktivität auch für andere wertvoll sein?
3. Was hält dich davon ab, mehr davon zu machen?
Weißt du, was das Verrückte ist? Oft suchen wir nach dem großen, universellen Sinn – und übersehen dabei die kleinen Momente von Bedeutung, die direkt vor unserer Nase liegen.
Wie mein Neffe mit seinen Legosteinen: Er baut nicht nur Türme, er erschafft Welten.
Er trainiert nicht nur seine Feinmotorik, er entwickelt Kreativität.
Er spielt nicht nur, er wächst. Und manchmal lässt er mich sogar mitspielen – dann schaffen wir gemeinsam Sinn.
WORKSHOP-ANKÜNDIGUNG
Genau darum geht es in meinem Workshop „Leidenschafts-Sinn-Dialog“.
Weil dieses Thema so persönlich ist, arbeite ich nur mit kleinen Gruppen von maximal 8 Teilnehmern.
Das ermöglicht einen echten Dialog und ein individuelles Eingehen auf jeden Einzelnen.
Hier geht’s zur Warteliste:
Ich melde mich dann persönlich bei dir. Als Wartelistenteilnehmer erhältst du Zugang zum Frühbucherpreis.
PS: Mein Neffe hat übrigens seine Berufung gefunden: Er will Lego-Designer werden. Und weißt du was? Das macht vielleicht mehr Sinn als so manche philosophische Abhandlung über den Sinn des Lebens.
PPS.: Wenn du jetzt denkst: „Aber ich weiß doch gar nicht, was meine Leidenschaft ist!“ – genau dafür ist dieser Workshop da. Lass uns gemeinsam deinen Kompass finden.
Was meinst du? Wann hast du das letzte Mal etwas getan, das dir wirklich Sinn gemacht hat?