Wenn die Wut kocht

Es war einmal in einem kleinen Dorf namens Gelassenheim, wo Max für seine explosive Wut bekannt war.

Eines Tages beschloss er, seinen Garten umzugraben, stieß dabei aber auf einen großen Stein.

Frustriert und wütend warf er den Stein so weit, dass er auf Frau Müllers Dach landete.

Frau Müller, die gerade einen Apfelkuchen backte, rannte erschrocken hinaus und sah den zornigen Max.

Sie konnte nicht anders, als laut zu lachen.

„Max,“

rief sie,

„versuchst du, mein Haus zu renovieren?“

Max erkannte die Absurdität seiner Wut und begann ebenfalls zu lachen.

Von diesem Tag an beschloss er, seine Wut zu zügeln. Immer wenn er sich ärgerte, atmete er tief durch und zählte bis zehn.

Die Bewohner von Gelassenheim lebten weiterhin in Frieden, und Max lernte, dass ein ruhiger Geist die besten Lösungen findet.

Frau Müller erhielt regelmäßig frisches Gemüse aus Max‘ Garten als Entschuldigung für das kaputte Dach – das er natürlich repariert hatte.

Wie man Wut bewältigt und abbaut

Wie beruhigst du dich am liebsten, wenn Wut und Frust hochkochen?

Wenn du gerne Dampf ablassen möchtest, kann Sport helfen – aber es bedeutet nicht notwendigerweise, dass du damit deinen Frust abbaust.

Oder, wie du es aus vielen Filmen kennst, scheint es ein natürliches und angemessenes Verhalten zu sein, Whiskygläser und andere Dinge bis hin zum Schreibtisch durch die <Gegend zu wirbeln. Da könnte man lernen, dies sei normales Verhalten.

Ist es nicht.

Forscherinnen und Forscher haben herausgefunden, dass körperlich stimulierende Aktivitäten weniger geeignet sind, um Ärger und Wut abzubauen.

Die Wissenschaftler haben 154 klinische Studien mit mehr als 10.000 Teilnehmern ausgewertet. In den Studien wurde untersucht, wie sich verschiedene Aktivitäten auf Wut und Ärger auswirken.

Die Aktivitäten wurden danach eingeteilt, ob sie die emotionale und körperliche Erregung erhöhen oder verringern. Mit anderen Worten: ob sie anregend oder entspannend sind.

Entspannende Aktivitäten – wie Meditation, Achtsamkeit und Yoga – waren wirksamer bei der Verringerung von Ärger, Feindseligkeit, Aggression und Wut.

(Für diejenigen, die es genau wissen wollen: Meditation war am effektivsten).

Seltsamerweise schienen einige Aktivitäten – wie zum Beispiel Joggen – den Ärger zu verstärken.

Fitnessgegner werden sich freuen.

Bedenke, dass das, was dir hilft, deine Wut mental zu verarbeiten, nicht unbedingt das ist, was dir hilft, sie loszulassen.

Wenn deine Wut dich also motiviert, Sport zu treiben, dann warum nicht. Aber achte darauf, dass du auch das Nötige tust, damit die Wut nicht anhält und dich auffrisst.

Deine Wut ist hausgemacht.

Andere können dich nicht wütend machen.

Das machst du schon selbst.

Denke daran, dass du die Wahl hast und die Verantwortung für dein Handeln trägst.

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